FDP bei vier Prozent
Rösler braucht Partei-Rebell Kubicki als Wahlkämpfer

Rund zwei Wochen vor dem Dreikönigstreffen muss die FDP laut einer Umfrage um den erneuten Einzug in den Bundestag bangen. Parteichef Rösler steht in der Kritik. Jetzt will er einen erfahrenen Wahlkämpfer mehr einbinden.
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BerlinFDP-Chef Philipp Rösler will seine parteiinternen Kritiker im wichtigen Wahljahr 2013 stärker in die Pflicht nehmen. „Jeder, der zum Erfolg der FDP beitragen kann, wird gebraucht“, sagte Rösler der „Passauer Neuen Presse“ mit Blick auf den schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. „In Niedersachsen werden wir im Wahlkampf gemeinsam auftreten.“ Auch für den Bundestagswahlkampf werde er Kubicki „gern in die Pflicht nehmen“.

Kubicki hatte jüngst eine zentrale Rolle im Bundestagswahlkampf eingefordert und Rösler kritisiert. In der Euro-Krise werde der Bundeswirtschaftsminister „von weiten Teilen der Bevölkerung und Wirtschaft leider nicht als jener Krisenmanager wahrgenommen, der er als Parteichef sein müsste“, monierte der Kieler Fraktionschef.

Die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar gilt wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl und als Prüfstein für die kriselnde Partei und ihren Chef. Die FDP dümpelt in bundesweiten Umfragen seit einem Jahr unter der Fünf-Prozent-Marke.

Ein Trend, den auch eine am Freitag veröffentlichte Erhebung von Infratest dimap im Auftrag der ARD bestätigt. Danach verharren die Liberalen wie zuletzt bei vier Prozent. Die Union kann sich um einen Punkt auf 40 Prozent verbessern. Die SPD steht unverändert bei 30 Prozent, während die Grünen um einen Punkt auf 13 Prozent nachgeben. Die Linkspartei käme unverändert auf sieben Prozent, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre.

Die FDP trifft sich am 6. Januar zum Dreikönigstreffen in Stuttgart. Parteichef Philipp Rösler steht in der Kritik, weil sich die Liberalen bislang nicht von ihrem Umfragetief erholten konnten. .

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " FDP bei vier Prozent: Rösler braucht Partei-Rebell Kubicki als Wahlkämpfer"

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  • Aber ja, doch. Die fdp hat sich durch sogenannte "Leihstimmen", wie sie es auch immer angestellt hatte, "Respekt" beim größten Koaltionspartner verschafft und diese wiederum denen die Art und Weise nicht verziehen. Der freie Fall, das weiß wohl jedermann und hier und da auch Frau, daran führt bei der nächsten Wahl zum Bundestag kein Weg mehr vorbei. Selbst bei den anstehenden vorherigen Landtagswahlen in 2013, kann sich die fdp mal in Demut üben, frei dem Motto, nur wer fragt bekommt die richtige Antwort. Wer will in dem Haufen schon wissen, was das heißt?

  • Das Problem an der FDP ist, dass keiner sie braucht, sie aber andere Parteien nur behindern.
    Der Stillstand in der Innenpolitik ist hauptsächlich der FDP anzukreiden. Wem nutzt die Lobbyarbeit die die FDP betreibt. Deutschland braucht einheitliche Richtlinien für alle sei es in Gesundheit,Steuerpolitik etc. Es darf nicht sein, dass unterschiedliche Gesundheitssysteme gibt, und nicht alle in ein System einzahlen. Die FDP sind die einzigsten, die die PKV stärken wollen und deren Abzocke unterstützen. Schnellstens weg mit einer Partei, die 4% hat, aber Schlüsselpositionen in der Bundespolitik besetzt.

  • Das Problem ist: Die FDP ist weder liberal noch antisozialistisch. Sie ist nur noch Klientelpartei. Aber das wird nicht reichen! Genscher hat die FDP zur EUSSRunterstützerpartei gemacht. Es tut so gut zuzusehen, wie diese illiberale Partei krepiert. So was brauchen wir nicht!

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