FDP-Europaabgeordneter
Dr. Chatzimarkakis unter Plagiatsverdacht

Nach Theodor zu Guttenberg und Silvana Koch-Mehrin gerät ein weiterer Politiker ins Visier von Plagiatsjägern. Der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis soll mehr als 20 Prozent seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben.
  • 26

Berlin/MünchenMit Plagiatsvorwürfen wird nun auch der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis konfrontiert. Bis Sonntagmittag hätten sich auf 21,58 Prozent der Seiten von Chatzimarkakis' Doktorarbeit Plagiate gefunden, teilten die Plagiatsfahnder von „VroniPlag“ auf ihrer Internetseite mit.

Der FDP-Europaabgeordnete, der laut „Focus online“ von „VroniPlag“ informiert wurde, reagierte mit einer Erklärung auf seiner Homepage. Darin erläuterte er, in seiner Promotion habe er „nach aktueller Prüfung“ verschiedene Zitierweisen verwendet. „Dies schafft Raum für Spekulationen“, räumte Chatzimarkakis ein. Er habe deshalb die Universität Bonn auf die von ihm angewandte „Zitationsweise explizit hingewiesen“.

„Die jüngsten Debatten über die Doktorarbeiten deutscher Politiker haben auch mich für das Thema sensibilisiert“, betonte der FDP-Politiker. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) war der Doktortitel vor zweieinhalb Monaten entzogen worden.

Inzwischen ist auch die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), Veronica Saß, ihren Doktortitel los. Die ebenfalls unter Plagiatsverdacht stehende FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin legte alle Parteiämter nieder und trat als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments zurück.

Die Arbeit von Chatzimarkakis mit dem Titel "Informationeller Globalismus". Kooperationsmodell globaler Ordnungspolitik am Beispiel des Elektronischen Geschäftsverkehrs“ wurde im Februar 2000 von der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn anerkannt. Gutachter waren Professor Detlev Karten und Professor Uwe Holtz.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " FDP-Europaabgeordneter: Dr. Chatzimarkakis unter Plagiatsverdacht"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Schön,dass die Uni Bonn nach ca. 10 Jahren etwas über die speziellen Zitiermethoden in der Diss. von Herrn Dr. Chatzimarkakis erfährt.Dessen Ausführungen dazu auf seiner Homepage werde sicher in Bonn mit großem Interesse zur Kenntnis genommen.--Diese Doktorarbeit hätte meiner Meinung nach von den zuständigen Profs. damals in dieser Form niemals angenommen werden dürfen!!!

  • Hab ich schon geschrieben.

    Ich habe hauptsächlich den allgemeinen Umgangston in allen HB-Foren kritisiert. Ich gebe nochmal die Stichwörter "vietnamesischen Hängebauchschwein" und "vietnamesicher Gemüsehändler". Sind das keine rassistischen Bemerkungen? Ich denke das erkennen auch SIE!

  • bester huensche, Sie haben Humor, also sind Sie auch intelligent und können "Rasse" und "Rasse" der Politiker unterscheiden. Wenn Sie nicht vor- und überschnell den Vorwurf des "Rassissmus" ins Spiel bringen, beweisen Sie dass Sie in der Lage sind ernsthaft zu argumentieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%