FDP-Experte
„Monetarisierung von Staatsschulden führt zum Totalitarismus“

Soll die EZB stärker in die Euro-Rettung einschalten? Viele Experten fordern das. Die FDP lehnt es strikt ab.
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DüsseldorfDie FDP hat eindringlich davor gewarnt, der Europäischen Zentralbank (EZB) eine aktivere Rolle bei der Lösung der Schuldenkrise aufzubürden. „Das wäre der Anfang vom Ende des Euros“, sagte der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, Handelsblatt Online. Die „Monetarisierung von Staatsschulden“ habe in der Geschichte des Geldes immer zu Hyperinflationen geführt. „Am Ende führt dies zur Enteignung von Sparvermögen und zum Totalitarismus“, warnte Schäffler.

Auch FDP-Fraktionsvize Volker Wissing lehnte Forderungen etwa aus dem angelsächsischen Raum ab, dass die EZB ähnlich wie die US-Notenbank Fed Geld drucken solle, um angeschlagenen Euro-Staaten zu helfen. „Das Modell einer unabhängigen Notenbank, die sich ausschließlich an der Geldwertstabilität orientiert, hat sich bewährt“, sagte Wissing Handelsblatt Online. „Die expansive Geldpolitik der amerikanischen Notenbank hat den Grundstein für die Subprime-Krise gelegt und auch die jetzige Geldpolitik der Fed erweckt den Eindruck, als ob sie die Probleme nicht lösen, sondern in die Zukunft verlagern würde.“ Finanzpolitische Probleme müssten finanzpolitisch und wirtschaftspolitische müssten wirtschaftpolitisch gelöst werden und nicht über die Geldpolitik, betonte Wissing.

Viele Experten fordern, dass die EZB angesichts der schweren Schuldenkrise zumindest zeitweise zum Staatsfinanzierer wird. Das ist ihr aber nach den Statuten untersagt.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

Kommentare zu " FDP-Experte: „Monetarisierung von Staatsschulden führt zum Totalitarismus“"

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  • Der Zug scheint abgefahren. Die Bevölkerung sitzt wie das Kaninchen starr vor Schreck vor der Schlange, viele werden leider erst jetzt langsam wach. Schäffler scheint der einzige Politker zu sein der noch etwas erreichen kann. Die Kanzlerin führt uns ungerührt in die diktatorische neue Weltordnung. Die Wut kriecht langsam hoch.

  • Aber genau das ist doch die Bemühung von Merkel, Schäuble, Barroso & Co.: Errichtugn der "Neuen Weltordnung", von der Frau Merkel auf dem Evangelishcne Kirchentag und an anderer Stelle immer so schwärmt: Abgabe von nationale Kompetenzen an "internationale" (privatrechtlich definierte - nicht mehr kontrollierbar) Organisationen (= internationale Verbrechersyndikate, die im rechtsfreien Raum agieren). Ein solcher Plan ist nur dann umzusetzen, wenn die Destabilisierung nationaler Verhältnisse möglichst umfassend eingetreten ist und allgemeine Hilf- und Ratlosigkeit herrscht. 95% der BRD-Bevölkerung begreift dies nicht und "wartet ab".

  • Zu spät, DER RUIN SCHLEICHT UM DAS HAUS, Das Finanzsystem ist nicht mehr zu retten. Die in der Vergangenheit gemachten Rettungsversuche töten das System vollendens Neues Geld immer wieder neues Geld ergo Hyper-Inflation. Es ist bekannt da oben. HB. 24.02.2003 Treffen im Kanzleramt Thema Bad Banks Entsorgung des Kreditmülls. Alles was hier geschieht ist das Ende und darauf gibt es keine Vorbereitung mit bedruckten Papier, siehe die Reichsmark in Billionen. Danke

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