•  
  • Digitalpass
  • Finanzen
  • Unternehmen

    STELLENMARKT

    Mit dem Jobturbo durch-
    suchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen in 36 deutschen Stellenbörsen.
  • Politik

  • Technik
  • Auto
  • Sport
  • Panorama
  • Social Media
    Einstellungen
    Dauerhaft aktivieren und Datenübermittlung zustimmen oder deaktivieren:
    Folgen Sie Handelsblatt:
  • Video
  • Service

Eine Partei schießt sich ins Abseits

FDP in der Krise
Eine Partei schießt sich ins Abseits

Was ist nur mit der FDP los? Auf eine Sexismus-Debatte folgt eine Rassismus-Debatte. Und alles nur, weil das Führungspersonal erst redet und dann denkt. Geht das so weiter, macht sich die Partei gänzlich überflüssig.
  • 35

BerlinSicher, am Ende war all das schräge, verquere und komplett missverständliche Gebrabbel nicht so gemeint. Doch als Jörg-Uwe Hahn zum Zurückrudern ansetzt, waren seine Interviewäußerungen längst in die Medienmaschine eingespeist und bahnten sich ihren Weg durch die Republik. „Hessens FDP-Chef stellt Akzeptanz Röslers als Vizekanzler infrage“, titelte dpa, Reuters schrieb „Eklat nach FDP-Äußerungen über Röslers asiatisches Aussehen“. Was war geschehen?

Der "Frankfurter Neuen Presse" vom Donnerstag hatte der hessische FDP-Landesvorsitzende und Justizminister gesagt: "Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren." Ein bedeutungsschwangerer Satz, der Interpretationen in alle möglichen Richtungen zulässt. Und der in Wahlkampfzeiten – auch in Hessen wird im Herbst gewählt – ein gefundenes Fressen für die Opposition ist.

Die Reaktionen ließen denn auch nicht lange auf sich warten. Schnell war von Rassismus die Rede. Da nützte es auch wenig, dass die hessischen Ausländerbeiräte dem FDP-Präsidiumsmitglied beisprangen. Das Urteil der Gegenseite stand fest: Mit seiner Äußerungen unterstelle Hahn den Deutschen massive Ausländerfeindlichkeit, sagten Oppositionspolitiker. Als ob Röslers geringe Popularität mit seiner vietnamesischen Herkunft zu tun haben könnte. Ein abwegiger Gedanke, zumal es ja die Liberalen selbst waren, die viele Monate ihren eigenen Vorsitzenden gedemütigt und demontiert haben.

Die Attacken gegen Hahn sind deshalb auch mit Vorsicht zu genießen. Und die Opposition muss aufpassen, dass sie nicht überzieht. Der grüne Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour schießt bereits übers Ziel hinaus, wenn er die Hahn’schen Rösler-Gedanken mit den Worten kommentiert: „Er gibt sich dem Rassismus hin, statt sich ihm entgegenzustellen.“

Die Journalisten der "Frankfurter Neuen Presse", die Hahn interviewt hatten, sind selbst überrascht, welchen Furor sie ausgelöst haben. Der Chefredakteur der Zeitung, Rainer M. Gefeller, sagte „Spiegel Online“, die anwesenden Redakteure hätten den Satz Hahns ganz anders wahrgenommen. Der FDP-Mann habe gemeint, dass die Gesellschaft mittlerweile so weit sei, einen Mann wie Rösler als Vizekanzler zu akzeptieren. "Wir verstehen die Aufregung nicht", so Gefeller.

Kommentare zu "Eine Partei schießt sich ins Abseits"

Alle Kommentare
  • Gut ist, wenn sich diese FDP selbst abschießt. Hahn, Brüderle, Niebel begehen politischen Selbstmord. Wer soll die FDP noch wählen? Einen wirklichen Freiheitsgedanken leben die alle nicht mehr. Hoffentlich werden die "Freien Wähler" eine Alternative, auch gegen das Monster EU.

  • @Fakten:
    100% Zustimmung.

    Ich bin selbst seit kurzem bei den Freien Wählern
    engagiert und ich ermuntere alle, die ebenfalls nicht mehr nur zusehen und sich ärgern wollen, ebenfalls sich einzubringen - und wenn es nur mit 2 Stunden die Woche ist. Da geht noch 'was, aber es ist noch viel Aufbauarbeit zu leisten.

    Nur hoffen, dass es was mit den Freien Wählern wird, reicht nicht. Wählen UND Beitreten ist notwendig, das Mögliche machen um das Unmögliche zu erreichen...

  • Wer diesen Menschen, diesen Charaktere aus dieser FDP tatsächlich seine Stimme gibt, der muss schon ein ganz eiskalt berechnender Vorteilsabgreifer sein, frei von jeden Werten, frei von Moral, Anstand und Überlegungen zu einem sozialen Miteinander. So extrem übel, so - im wahrsten Sinne des Wortes asozial - kenne ich auch die Üblen unter meinen Mitmenschen nicht - es bleiben einfach dann nur noch ein oder zwei Prozent übrig

  • Der arogante Herr Rösler soll zurück treten um der Partei über die 5% Hürde zu kommen.

  • Die FDP hat wenig Zulauf unter den Journalisten, die zu 70% Grüzis sind (Grün-Sozialisten). Sie paßt weltanschaulich wenig zum Komplex der restlichen sozialistisch/kollektivistischen Blockparteien und Umerziehungs-Fetischisten (hat immerhin den störenden Begriff "Frei" im Namen) und soll daher wohl einer Parteienbegradigung zum Opfer fallen.

    Spätestens seit der Nichtbeteiligung am Angriffskrieg gegen Libyen (Enthaltung Westerwelles im "Sicherheitsrat" der korrupten Uno) wird medial VON GANZ OBEN gegen die FDP gefeuert und jede Nichtnachricht (Brüderle) oder Fehltritt einzelner aufgebauscht im Sinne der grün-sozalistischen Diffamierungskampagnen, die typischerweise früher oder später auf die "Nazi-Keule" hinausläuft oder die anderen Handwerkzeuge des Empörungs-industriellen Komplexes.
    Es ist einfach nur noch zum Kotzen!

    Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.
    John Swinton, berühmter New Yorker Journalist (schon um 1880)

  • Die Qualität dessen, was uns seit geraumer Zeit auf der Medienbühne geboten wird, läßt mehr und mehr zu wünschen übrig. Die Politiker und Journalisten oder Politshownalisten, die auf dieser Bühne agieren, führen doch weder eine Debatte noch eine Diskusion oder gar einen Dialog. Jedenfalls habe ich davon andere Begriffe. Was da so als "Debatte" bezeichnet wird, ist meistens doch nur ein riesiges Palaver, also unstrukturiert und ziellos. Ich finde das, als jemand aus dem Publikum, nicht besonders informativ und auch nicht unterhaltsam. Im Gegenteil, häufig ärgere ich mich darüber, daß ich wieder über das Stöckchen gesprungen bin, das einem von den im Umgang mit Personen und Sachen recht mutwillig verfahrenden Politmedienbetrieb angeboten worden ist. Ich bin deshalb dazu übergegangen, Informationen, die für mich relevant sein könnten, selber zu überprüfen. Und siehe da, vieles von dem, was die veröffentlichte Meinung kundtut, hat sich als sachlich falsch oder irreführend herausgestellt. Richtig abgestoßen fühle ich mich jedoch von den Angriffen auf die Personen, wie in diesem Artikel z.B., wenn an der Intelligenz der Beteiligten, an ihrer Zurechnungsfähigkeit gezweifelt wird. Das ist schon wieder der erste Schritt zum Mobbing. Daß die FDP besonders stark Gegenstand und Zielscheibe solcher Attacken ist, kann man kaum übersehen. Mich beeindruckt das, bewegt mich aber sicher nicht in die Richtung, die sich die als Polemiker auch noch stümperhaft vorgehenden Pseudokritiker erhoffen. Übrigens, Zeitungsabos habe ich auch schon vor Jahren abbestellt.



  • Dieser Überschrift kann und will ich nicht zustimmen. Ich wähle keine Köpfe sondern politische Programme. Und diese stimmen fast 100 %ig mit meinen Idealen und Grundprinzipien bei der FDP überein.

    Daher unterstütze ich diese Partei in guten wie in schlechten Zeiten - auch mit hohem finanziellen Aufwand !

  • Rassismus kann ich bei der Äusserung von Herrn Hahn nicht erkennen. Dummheit und Lust zur Selbstzerfleischung bei einer Partei, die eigentlich noch gebraucht wird, sehr wohl.

  • @FlashGordon

    Das FDP-Programm mag ja ansatzweise in Ordnung sein. Vielleicht trifft es ganz persönlich auf Sie zu?

    ABER, die FDP hat fast nichts aus ihrem Wahlprogramm realisiert! UND ob die FDP von März bis September noch etwas erreichen wird, mag bezweifelt werden!

    Das politische Programm der FDP kann man als Wunschliste sehen und gehört in die Mülltonne, weil es durch die FDP nicht umgesetzt werden wird!

    Viel versprochen, wenig erreicht und bald verschwunden: FDP

  • FDP = Fast Drei Prozent
    ... und dass ist gut so.

    - für spätrömische Dekadenz
    - für mehr netto vom brutto
    - für weitere Eurozustimmung
    - für Westerwelle als Aussenminister
    - für Insolvenz auf Steuerzahlerkosten „Bambi“ Lindner
    - für Herrenwitze ala Brüderle
    - für „Mövenpicksteuer“
    - für Flipi Rösler
    - für Dr. Plagiat von Diplomatentochter Koch-Mehrin
    - für Dr. Plagiat von Deutsch-Grieche Georgios „Jorgo“ Chatzimarkakis
    - für „Leistung muß sich wieder lohnen“
    - für „Denn was Arbeit schafft, ist auch sozial“
    - für „gegen den Mindestlohn“
    - für den „Gauckler“ und einer hing am Glockenseil
    - für die Flick-Parteispenden-Affäre

    Ich hoffe, der Wähler hat das alles am 22.09.2013 nicht wieder vergessen!

Serviceangebote