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FDP-Politiker Schäffler: Griechischer Währungsabschied rettet den Euro

exklusiv Union und FDP beharren auf eine Privatgläubiger-Beteiligung bei neuen Griechen-Hilfen. FDP-Finanzexperte Schäffler jedoch sagt, was er von weiteren Unterstützung des Pleitestaats hält: gar nichts.

Euro auf der Kippe? Ein zweites Hilfspaket für Griechenland ist in Planung. Quelle: dpa
Euro auf der Kippe? Ein zweites Hilfspaket für Griechenland ist in Planung. Quelle: dpa

Der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler hat Griechenland einen Austritt aus der Euro-Zone nahe gelegt. Damit ließe sich das Kernproblem einer nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaft kurzfristig am einfachsten beheben, sagte Schäffler, der auch Mitglied des Finanzausschusses ist, am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

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Eine Schuldenreduzierung wirke dagegen in der momentanen Situation des Landes kaum. "Dann werden morgen wieder neue Schulden gemacht und die Probleme sind wieder gleich", sagte er. Ein Austritt sei zwar eine "persönliche Entscheidung" der Griechen, Deutschland solle das Land aber im Falle eines Austritts aktiv unterstützen. "Das ist nicht der Untergang des Euros, sondern es rettet den Euro", stellte Schäffler klar.

Kampf gegen die Schuldenkrise Griechenland zu verkaufen!

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Heute Abend kommen FDP und Union zu Sondersitzungen zusammen, um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) die die umstrittenen Finanzhilfen zu diskutieren. Der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, widerspricht Schäffler.

"Wir stellen die europäische Solidarität nicht in Frage. Das Gleiche erwarten wir auch von Griechenland. Wir entlassen Griechenland nicht aus seiner Verantwortung, seine Reformziele zu erreichen. Ein Austritt Griechenlands wäre nicht nur für Griechenland wirtschaftlich und politisch fatal. Diese Krise müssen wir zusammen meistern. Hier steht jeder in der Verantwortung für den anderen", sagte Flosbach Handelsblatt Online.

  • 08.06.2011, 17:14 UhrAnonymer Benutzer: berkmann

    Herr Schäffler ist einer der wenigen intelligenten Politiker in diesem Land.
    Leider ist er in der FDP in der falschen Partei, da sich diese mehrheitlich für die totale Euro-Transfer-Union entschieden hat.
    Lieber Herr Schäffler, gründen Sie eine neue Partei oder treter einer der neuen Bewegungen bei (evtl. "Die Freiheit", ich kenne mich da noch nicht so aus).
    Meine Stimme hätten Sie!

  • 08.06.2011, 15:38 UhrAnonymer Benutzer: DankeFuerDieUnfaehigkeit

    Der Bank-Run findet übrigens schon seit einiger Zeit statt. Als VWL'er verweise ich Sie auf die zunehmenden Divergenzen in Euroland. Eine Tatsache, die sich schon vor der Euro-Einführung abzeichnete und angemahnt wurde (Petition von ca. 160 deutschen VWL-Profs). Aber anstatt die Argumente von Fachleute ernst zu nehmen hat man lieber auf seine Lobbyisten gehört!
    Strukturelle Programme finden auch schon seit gut und gerne 20 Jahren statt, mit dem Ergebnis das wir nun bestaunen können...
    Jedem VWL'er sollte diese Abstrusität aus seinem Grundstudium bekannt sein...
    Der Euro wäre schon eine gute Sache, allerdings nicht in der Form in der er implementiert wurde, und zwar nach einer politischen Union von wirtschaftlich ähnlichen Kern-Ländern. Für alle anderen war der EWS II eine gute Sache...

  • 08.06.2011, 14:01 UhrAnonymer Benutzer: R.Ruf

    Natürlich wird es bei einem Austritt Griechenlands aus der Währungszone einen nicht unerheblichen und lautstarken Knall geben. Aber dieser Knall ist nichts anderes als die Begleiterscheinung von Blitzen bei einem reinigendem Gewitter nch dem sich in klarer Luft wieder frei durchatmen läßt.
    Wer es vorzieht weiter in stickiger Atmosphäre zu verharren wie z.B. ein Herr Flosbach, den wird der Erstickungstod unweigerlich ereilen, nicht sofort aber sehr bald und dieses bald ist unabwendbar und absehbar.

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