_

FDP-Taktik: Per Maulkorb aus dem Umfragetief

Die Sommerpause kommt der FDP gelegen. Die Liberalen wollen die Chance nutzen, ihr Image und die ramponierten Umfragewerte aufzupolieren. Der Schlüssel dazu: sich selbst den Mund verbieten und auf die Kernkompetenzen fokussieren. Für Vizekanzler Westerwelle bedeutet das Außen- statt Innenpolitik.

Guido Westerwelle wird sich innenpolitisch auf die Zunge beißen müssen. Quelle: Reuters
Guido Westerwelle wird sich innenpolitisch auf die Zunge beißen müssen. Quelle: Reuters

HB BERLIN. Der Ärger über den Koalitionspartner aus Bayern ist bei den Liberalen nach wie vor groß. Doch scharfe Reaktionen verkneifen sich die FDP-Oberen, wenn in diesen Tagen die Rede auf die CSU kommt. "Der Seehofer ist eh nicht steuerbar", heißt es dann resignierend über den CSU-Chef. "Jetzt bitte aber kein neuer Ärger in der Koalition", ist die Vorgabe bei den Liberalen im Sommer- und Umfragen-Loch.

Anzeige

Angesichts der anhaltend miesen Wähler-Resonanz wird FDP-intern intensiv darüber nachgedacht, wie die Partei im Herbst aus ihrem Dauertief herauskommen kann. Denn gelingt Parteichef Guido Westerwelle bis zum Jahresende nicht, den Vertrauensschwund zu stoppen, wird in der Koalition Endzeitstimmung aufziehen.

Westerwelle selbst wird die Debatte über sein Doppelamt als Parteivorsitzender und Außenminister dann nicht mehr - wie noch im Juni geschehen - wieder austreten können. Für sich hat der Parteichef bereits die ersten Konsequenzen gezogen.

Vor allem Generalsekretär Christian Lindner und Fraktionschefin Birgit Homburger sollen das innenpolitische Tagesgeschäft nach der Sommerpause übernehmen. Westerwelle will zugleich sein schlechtes Image als Außenminister überwinden und sich mehr auf internationale Themen konzentrieren. Was allerdings noch fehlt, ist ein geeignetes Thema.

"Es gibt noch kein Projekt in der Außenpolitik, das mit ihm verbunden wird", analysieren Parteistrategen. Sie hoffen auf eine "Art Opel-Effekt" auch für Westerwelle: Der zunächst alles andere als glücklich operierende Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat sich mit einer strikten Ablehnung der Subventionen für den Autobauer Opel neues Profil bei den Anhängern der reinen Marktwirschaft-Lehre verschafft.

  • 12.08.2010, 09:07 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    auf die hände sollt ihr schauen nicht auf den mund.bei ein malocher sieht man es sofort,bei westerwelle seine truppe auch.eine versagertruppe die vorgibt eine volkspartei zu sein und eindeutig,für krieg tod zerstörung,Lüge steht nicht nur in afganistan.Lobbyismus pflegt und im stillen kämmerlein ausländische fachkräfte der sklaverei mit hilfe der Arbeitsagentur zuführen möchte.zinysmus pur.dabei habe ich noch garnicht über die vielen neuen posten Staatsminister und deren helfer gesprochen.nun also schweigen wir lieber und kassieren noch die knete und in ein paar jahren sind wahlen,dann reden wir den steuerzahler wieder ein das alles zu seinen wohl geschieht.
    bedenkt bitte bis dahin ist der exportweltmeister bRD seine kunden wegen klammer kassen abhanden gekommen

  • Die aktuellen Top-Themen
Die Linke: Ulrich Maurer greift Parteispitze an

Ulrich Maurer greift Parteispitze an

In der Linken mehrt sich der Protest gegen die Parteispitze und den Zustand der Partei. Fraktionsvize Ulrich Mauer fordert eine radikale Verjüngungskur - und mehr Frauen. Denn in diesem Punkt hapert es gewaltig.

Gastkommentar: Die CDU muss weiter nach links rücken

Die CDU muss weiter nach links rücken

Nach der NRW-Wahl muss die Union neue Prioritäten setzen: Sie muss auf die Sorgen der Menschen reagieren. Sonst verliert sie noch mehr Vertrauen - und ihren Status als Volkspartei.

Studie: Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Bei Übernahmeschlachten gewinnt der Verlierer

Wenn zwei Unternehmen um ein anderes streiten, bedeutet das oft nicht Gutes für den Gewinner. Denn bei Übernahmen können die Sieger die Erwartungen oft nicht erfüllen. Profiteur ist - der Verlierer.