FDP-Vize
Andreas Pinkwart zieht es von der Politik zurück an die Uni

Andreas Pinkwart hört auf: Der FDP-Bundesvize zieht sich aus beruflichen Gründen von seinen politischen Ämtern zurück. Er übernimmt im kommenden Jahr die Leitung der Handelshochschule Leipzig (HHL).
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HB DÜSSELDORF. Der stellvertretende FDP-Chef Andreas Pinkwart hat seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern angekündigt. Er werde auf dem Bundesparteitag nicht mehr für den Posten des stellvertretenden Parteichefs kandidieren, erklärte Pinkwart am Donnerstag in Düsseldorf. Als Grund gab Pinkwart berufliche Gründe an: Er werde im kommenden Jahr die Leitung der Handelshochschule Leipzig (HHL) übernehmen. Pinkwart hatte bereits von 1994 bis 1997 an der Fachhochschule für öffentlichen Verwaltung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf Volks- und Betriebswirtschaft gelehrt und wurde 1998 als Professor an die Universität Siegen berufen.

Pinkwart erklärte, er freue sich sehr auf die neue Aufgabe. „Acht Jahre lang stand für mich die politische Arbeit im Vordergrund, und meine wissenschaftliche Arbeit stand hintenan. Ab April werden sich meine beruflichen Prioritäten wieder umkehren“, sagte er. „Die neue Aufgabe erfordert meinen vollen Einsatz und ist zeitlich nicht mit herausgehobenen Parteiämtern zu vereinbaren.“ Deshalb werde er auf dem kommenden FDP-Bundesparteitag im Mai nicht wieder als stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender kandidieren, als der er seit 2003 amtiert. Sein Mandat im Düsseldorfer Landtag gibt er Ende März zurück.

Der Vorsitzende der Bundes-FDP, Guido Westerwelle dankte Pinkwart für sein politisches Engagement, bedauerte aber seinen Rückzug: „Das Ausscheiden von Andreas Pinkwart aus der aktiven Politik bedaure ich persönlich sehr. Ich habe mit ihm viele Jahre als Landesvorsitzender und als stellvertretender Bundesvorsitzender hervorragend zusammengearbeitet. Insbesondere seine Bildungs- und Wissenschaftspolitik findet Anerkennung nicht nur bei den Liberalen. Ich bedaure seine Entscheidung, respektiere sie und kann zugleich verstehen, dass er sich dieser spannenden neuen Aufgabe in der Wissenschaft widmen will.“

FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, Pinkwart habe eine „großartige neue Aufgabe“ übernommen. Für die FDP-Führung sei es aber schade, „einen so hoch profilierten Kopf“ zu verlieren. An dem Grundsatzprogramm der Liberalen wolle Pinkwart aber auch weiterhin mitarbeiten, betonte Lindner.

Bis Ende März wird Pinkwart auch den Vorsitz des nordrhein-westfälischen FDP-Landesverbandes abgeben. Über den Termin für einen Landesparteitag zur Wahl eines Nachfolgers berät sich Pinkwart in der kommenden Woche mit dem Landesvorstand. „Die Handelshochschule Leipzig ist eine der führenden Business Schools Deutschlands und will sich künftig auch europaweit in der Spitze etablieren“, betonte Pinkwart. Seit seinem Eintritt in die Landesregierung 2005 war er von seiner Professur für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Siegen beurlaubt gewesen.

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Kommentare zu " FDP-Vize: Andreas Pinkwart zieht es von der Politik zurück an die Uni"

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  • Der hat uns in Leipzig gerade noch gefehlt. Aber immerhin ist die Leitung der Uni Leipzig dann nicht mehr die unfähigste hier... Das haben die doch geschickt eingefädelt.

  • Der macht auf intellektuellen biedermann und präsentiert sich jetzt als aufrichtig. Die Öffentlichkeit hat offenbar einen falschen Eindruck von ihm. Nur das Prädikat biedermann trifft zu.

  • Ein desillusionierter Andreas Pinkwart zieht sich aus der Politik zurück und hat besseres und mehr Erfolg Versprechendes zu tun. Herzlichen Glückwunsch!

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