Der Parteivorsitzende hatte bereits im Spätsommer angedeutet, dass er sich mehr Rückendeckung aus der Partei wünscht und drängte auf ein Signal bis Weihnachten. Unter dem Weihnachtsbaum wollte die Parteispitze mit deutlich besseren Popularitäts- und Umfragewerten aufwarten. Doch die Attacken aus den eigenen Reihen haben eine neue Dimension erreicht, die Umfragen liegen inzwischen zum Teil unter der für den Verbleib im Bundestag erforderlichen Fünf-Prozent-Hürde.
Westerwelle kämpft an vielen Fronten Da ist zum einen das Interview von FDP-Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki im aktuellen "Spiegel". Darin vergleicht er den Zustand der FDP mit dem Niedergang der DDR. Prominente Mitglieder der Südwest-FDP forderten Westerwelle zudem in einem offenen Brief vor der wichtigen Landtagswahl im FDP-Kernland Baden-Württemberg zum Rückzug auf. Wie eine Bombe haben in Berlin vor allem Äußerungen des FDP-Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin, eingeschlagen, in dessen Land ebenfalls im März gewählt wird.
In Interviews bezeichnete Mertin den Bundesvorsitzenden als "Klotz am Bein" und lud Westerwelle kurzerhand von Wahlkampfauftritten aus. Die Kritik wiegt deswegen so schwer, weil Mertin ein enger Vertrauter des langjährigen Landeschefs Rainer Brüderle ist. Seit langem wird der Bundeswirtschaftsminister als Übergangsvorsitzender für die Ära nach Westerwelle genannt. Und Brüderle selbst mühte sich nicht, Mertin einzufangen.
Angeschlagen ist Westerwelle nicht zuletzt durch die Wikileaks-Affäre, in der sein Büroleiter Helmut Metzner als Informant der US-Botschaft enttarnt worden war. Nur zögerlich ging der Vorsitzende die Aufklärung an und bestritt zunächst, dass es überhaupt einen Informanten gebe. Erst spät wurde der Maulwurf enttarnt und von seinen Aufgaben entbunden, obwohl der Kreis der infrage kommenden Mitarbeiter nicht sehr groß war. In den Ländern, aber auch bei Bundestagsabgeordneten war das Krisenmanagement mehrfach Anlass für Kritik.

bitte nicht den Rösler als Nachfolger- der Praktikant ist mit der Gesundheitsreform schon völlig überfordert. Es gibt nur einen Grund, dass es schade ist, wenn Westerwelle geht: er würde dann nicht mehr von irgendwelchen Polit- Shows verrissen werden und das würde ich ein wenig vermissen, hahaha

Ein Wowereit-Westerwelle Homopartei? Die Arbeitslosigkeit sinkt.Die Polizei singen auch.
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