FDP-Vorsitzender Westerwelles Tage als Parteichef wohl gezählt

Guido Westerwelle kämpft an vielen Fronten einen leisen, aber verzweifelten Kampf als FDP-Chef. Schlechte Umfragewerte, Wikileaks-Affäre und Nadelstiche aus den Landesverbänden haben ihn schwer angeschlagen. Und aus der Führungsmannschaft der Partei springt ihm niemand ernsthaft zur Seite.
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Guido Westerwelle: Als FDP-Chef umstritten wie nie zuvor Quelle: DAPD

Guido Westerwelle: Als FDP-Chef umstritten wie nie zuvor

HB BERLIN. FDP-Chef Guido Westerwelle gab im Bundestag zum Afghanistan-Einsatz sachlich und entschlossen den Außenminister. Doch auf der Regierungsbank wirkte der Vizekanzler zeitweise gedankenabwesend. Anlass zur Sorge geben dem Rheinländer derzeit die Truppen in den eigenen Reihen. Nicht nur aus den FDP-Landesverbänden prasselte in den vergangenen Tagen herbe Kritik auf ihn ein. Auch in der Bundeshauptstadt wird hinter verschlossenen Türen an Szenarien zu seiner Ablösung gefeilt - so etwa im "Schaumburger Kreis", einem Zusammenschluss von Vertretern des Wirtschaftsflügels.

Nicht wenige halten Westerwelles Tage als Parteichef für gezählt. Sogar ein Rücktritt vor dem Dreikönigstreffen wird inzwischen nicht mehr ausgeschlossen. Die bisherige Planung sah vor, dass Westerwelle bei der traditionellen Kundgebung im Stuttgarter Opernhaus am 6. Januar kämpferisch den Rückhalt seiner Partei einfordern und ihr Optimismus für die schweren nächsten Monate einflößen würde. Nun könnte alles ganz anders kommen. "Da ist was in Bewegung geraten", sagt ein Mitglied der Parteiführung.

Über Weihnachten will Westerwelle in die Sonne. Ab Sonntag stehen ein paar Tage Urlaub in Ägypten auf dem Programm: ausschlafen, durchschnaufen und sich bei der Gelegenheit auch einige Gedanken machen übers nächste Jahr.

Um Westerwelle ist es einsam geworden in den vergangenen Tagen. Der Parteivorsitzende steht wieder einmal in der Kritik, doch aus der engsten Führungsriege springt ihm niemand beherzt zur Seite. Allenfalls Warnungen vor Personaldebatten und "Selbstzerfleischung", wie sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger äußerte, sind zu vernehmen, doch echter Rückhalt sieht anders aus.

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14 Kommentare zu "FDP-Vorsitzender: Westerwelles Tage als Parteichef wohl gezählt"

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  • bitte nicht den Rösler als Nachfolger- der Praktikant ist mit der Gesundheitsreform schon völlig überfordert. Es gibt nur einen Grund, dass es schade ist, wenn Westerwelle geht: er würde dann nicht mehr von irgendwelchen Polit- Shows verrissen werden und das würde ich ein wenig vermissen, hahaha

  • Ein Wowereit-Westerwelle Homopartei? Die Arbeitslosigkeit sinkt.Die Polizei singen auch.

  • er kann´s einfach nicht....
    gut gemeint ist nicht gut gemacht !

  • Jeder dieses verlogenen Politikerpacks, der ausscheidet ohne Abfindung und ohne Pensionsdiebstahl im Alter, entweder durch freiwilligen Suizid oder durch Fremdhilfe, ist ein riesiger Gewinn für den deutschen bürger.

  • Das Westerwelle diesen Staat wieder in die Hände von ROT/GRÜN spielt durch seine desaströsen Amtshandlungen, ist mit am schlimmsten. Warum hat er sich von Genscher nicht beraten lassen, wie Aussenminister geht. Stattdessen war er mehr interessiert die Partei zu kontrollieren und in der innenpolitik den Ton anzugeben. Nun läuft er blass durch den bundestag hat bürger mit seiner Polenmanie für immer verprellt. Die Homberger, Lindner und Westerwelle sind Geschichte ,die FDP muss sich neu erfinden.

  • Treten Sie zurück, Herr Westerwelle, und zwar vom Parteivorsitz UND als Außenminister. Das wäre gut für die FDP und noch besser für Deutschland. ihren Lebenstraum, Außenminister zu werden, haben Sie nun ausgiebig geträumt. (Für die bürger dieses Landes war es ein Alptraum.) Jetzt wird es Zeit, aufzuwachen. Mit dem Rücktritt als Außenminister könnten Sie doch noch ihren Amtseid halten, nämlich “Schaden von ihm (dem deutschen Volk) zu wenden“…

  • Schön wäre es, wenn alle verlogenen Politiker, die sich durch ihre Wahllügen Stimmen erschlichen haben und hinterher ihre Wähler verraten, so abgestraft werden. Aber dann würde es ja keine Politiker mehr geben. Als Politiker musst du in der Lage sein, zur befriedigung deiner Gier nach Macht und Geld, alle und alles zu verraten. Du musst Menschen während deiner Wahlstimmenfangtour in die Augen schauen und sie grinsend anlügen. Der Austausch von Verlierertyp Westerwelle gegen irgendeine andere FDP-Pappfigur ist aber auch egal. Das Vertrauen der Wähler, die der FDP das Traumwahlergebnis beschert haben, werden die nie wieder bekommen. Höchstens noch von ein paar durch die Medien verblödeten Menschen. Die halten aber auch Dieter bohlen für einen Musiker (obwohl er nicht singen kann und von Musik nichts versteht) und Angela Merkel für eine Physikerin mit intelligenz (obwohl sie außer intrigen schmieden nichts kann). Politiker sind nur im eigenen interesse Politiker geworden. Menschen sind ihnen egal. Naja außer vielleicht, die Menschen, die Parteispenden überweisen. Für die wird dann natürlich regiert. So wie die FDP muss eine Partei nach der anderen von der bildfläche verschwinden. Aber dann spätestens wird die 5%-Hürde abgeschafft. Politiker machen die Gesetze wie sie sie brauchen. Wer glaubt, dass irgendeine Partei in Deutschland etwas für das gemeine Volk tut, muss verdammt naiv sein. Erst wenn keiner mehr wählen geht, ändert sich etwas in Deutschland.

  • [1] Ondoron
    Volle Zustimmugn zu ihrem beitrag

    Und wer noch weg muß ist diese mehr als unangenehme Homburger.

    Wenn allerdings nun Rösler als Vorsitzender ehandelt wird und überhaupt ins Gespräch kommt, dann kann die FDP gleich einpacken.
    Noch schlimmer geht es ja nicht.

    Schäffler wäre der richtie Mann.

    Westerwelle ist großmäulig und teils kindisch angetreten und ist völlig überfordert.
    Wer sich schon nach Koalitionsverhandlugen dümmlich grinsend hinstellt und nur sagt "seit heute sagen wir auch Guido und Horst zueinander", der zeigt eigentlich nur, dass er für ein ernsthaftes Amt nicht geschaffen ist.
    Und wer so dumm ist, immer wieder von allen Plänen abzurücken und Merkel laufend auf den Leim geht, der hat was nicht verstanden

    Westerwelle fehlt intellelekt, da mangelt es ganz enorm

  • und Westerwelle ist kein Münchhausen.

  • Merkel ist wie ein vampir. neben der, auf der regierungsbank als koalitionaer, hast du nicht lange lust. sie zerstoerte die SPD, dann die FDP.....bitte bitte eine Schwarz-Gruene Koalition. dann waere ruhe mit der ich-grinse-in-jede-noch-so-unwichtige-kamera- beatle und dem vorzeige-tuerken.

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