Feierlichkeiten zum 20. Juli
Widerstand ist kein Landesverrat

In Gedenken an den gescheiterten Anschlag auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944, würdigte Bundeskanzler Gerhard Schröder den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur als "großartiges Vermächtnis".

HB BERLIN. Zum Auftakt der Feierlichkeiten in Berlin sagte er, die Vertreter des Widerstandes hätten gezeigt, dass es kein „Landesverrat“ sei, wenn man das eigene Land und die Menschheit von einer barbarischen Gewaltherrschaft befreien will. Die Attentäter hätten aus christlich-humanistischer Tradition gehandelt.

Schröder erinnerte auch an den Aufstand der polnischen Heimatarmee am 1. August 1944 in Warschau. Europa habe heute guten Grund, beide Daten - den 20. Juli und den 1. August 1944 - „als flammende Zeichen auf dem Weg zu einer wahren europäischen Wertegemeinschaft zu verstehen und in Ehren zu halten“.

Bundespräsident Horst Köhler legte anschließend im Beisein der politischen Spitze des Landes einen Kranz an der Gedenktafel im Bendlerblock nieder. Im Bendlerblock arbeitete auch der Widerstandskreis des 20. Juli 1944 um General Friedrich Olbricht und Claus Schenk Graf von Stauffenberg. In der Nacht nach dem Attentat wurden Stauffenberg und drei Mitverschwörer im Hof des Areals standrechtlich erschossen.

1953 wurde dort ein Ehrenmal für die Widerstandskämpfer des 20.Juli errichtet. 1968 wurde im Bendlerblock die Gedenk- und Bildungsstätte Deutscher Widerstand eingerichtet Heute ist der Bendlerblock der zweite Amtssitz des deutschen Verteidigungsministeriums, der erste befindet sich weiterhin in Bonn.

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