Feiertagsdebatte
Scheel fordert längere Arbeitszeiten

Die „40-Stunden-Woche für alle“ sei zwar nicht die Lösung, sagte die Grünen-Finanzpolitikerin Christine Scheel. Doch die Unternehmen sollten mehr selbst entscheiden, wie viel die Mitarbeiter arbeiten müssen. Das Präsidium der CDU trifft sich in Berlin, um eine Position in der Frage festzulegen.

HB DÜSSELDORF. Nach dem Scheitern der Regierungspläne, den Tag der Deutschen Einheit auf einen Sonntag zu verlegen, hatte der Industrieverband BDI am Wochenende seine Forderung nach Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche erneuert. CSU-Chef Edmund Stoiber hatte sich zudem für weniger Urlaubstage ausgesprochen.

Die Finanzpolitische Sprecherin der Grünen, Christine Scheel, sagte am Montag im ZDF auf die Frage, was sie von den Vorschlägen zu längerer Arbeitszeit und Urlaubsverzicht halte: „Ich bin schon der Meinung, dass wir uns überlegen sollten, dass wir flexibler werden.“

Allerdings sei eine „40-Stunden-Woche für alle“ auch nicht die Lösung, weil die Anforderungen innerhalb der Wirtschaft sehr unterschiedlich seien. Zudem müsse das Thema zwischen den Tarifparteien geregelt werden. Da habe sich bereits zuletzt gezeigt, dass es vernünftige Lösungen gebe.

CDU-Chefin Angela Merkel hat die Mitglieder des Parteipräsidiums am Montag nach Berlin eingeladen, um eine gemeinsame Linie in der Frage der Arbeitszeiten zu finden. Merkel sagte, Wachstumsimpulse könnten vor allem von Mehrarbeit kommen. Feiertage wie der 3. Oktober seien jedoch wichtig, weil sie Identität stifteten.

Hildegard Müller (CDU), Mitglied des Bundestags-Ausschusse für Soziale Sicherung, wünschte sich eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Sie hoffe, dass die Gewerkschaften einlenken.

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