Fernsehaufzeichnung
Wulffs Weihnachtsrede blendet Vorwürfe aus

Die traditionelle Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten ist im Kasten und noch vor der Ausstrahlung ist klar: Er äußert sich darin nicht zu den Vorwürfen rund um seine Verbindungen zu Egon Geerkens.
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BerlinBundespräsident Christian Wulff äußert sich in seiner traditionellen Weihnachtsansprache nicht zu den Vorwürfen rund um seine Verbindungen zu befreundeten Unternehmern. Thema der am Mittwochnachmittag im Schloss
Bellevue aufgezeichneten Rede sei der Zusammenhalt in der Gesellschaft und in Europa gewesen, erfuhr Reuters von Teilnehmern. Zudem habe Wulff sein Treffen mit Angehörigen der rechtsextremistischen Mordserie erwähnt. Zu den Enthüllungen über einen privaten Hauskredit habe er dagegen nicht Stellung bezogen.

Zu der Fernsehaufzeichnung waren rund 70 Gäste geladen. Dabei handelte es sich um Ehrenamtliche wie etwa Vertreter der Telefonseelsorge und der Feuerwehr, Mitglieder des deutsch-israelischen Jugendaustausches sowie Teilnehmer der ersten Einbürgerungsfeier im Schloss Bellevue in diesem Jahr. Auch Patenfamilien seien anwesend gewesen. Anschließend fand ein Empfang statt.

Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten wird stets einige Tage vor dem Fest aufgezeichnet. Ausgestrahlt wird sie am ersten Weihnachtstag. Der Text der Rede wird ab Heilig Abend verbreitet.

Wulff steht wegen eines Kredits von der Unternehmergattin Edith Geerkens in der Kritik. Vor dem niedersächsischen Landtag hatte der damalige Ministerpräsident versichert, er habe keine geschäftlichen Beziehungen zu dem Unternehmer Egon Geerkens unterhalten. Den zinsgünstigen 500.000-Euro-Kredit der Ehefrau erwähnte er nicht.

Seine Anwälte räumten am Mittwoch ein, dass Egon Geerkens „aufgrund seines besonderen Sachverstands und der freundschaftlichen Beziehungen“ in die Aushandlung der Auszahlung eingebunden gewesen sei. Am Wochenende hatte Wulff zudem offen gelegt, dass er als Ministerpräsident mehrfach Urlaub in Feriendomizilen von Unternehmern verbrachte.

Darüber hinaus wurde bekannt, dass der Unternehmer Carsten Maschmeyer eine Werbekampagne für Wulffs Buch im Jahr 2007 finanzierte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • und selbstverständlich geht man hin zum sich an ihm bereichernden und über ihn spottenden Mitglied des neureichen Feudalistenklüngles als treuer Untertan

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