Feuerwerk in Berlin
Veranstalter enttäuscht über Silvesterparty am Brandenburger Tor

Zwischen 400.000 und 600.000 Menschen weniger haben in diesem Jahr den Jahreswechsel am Brandenburger Tor gefeiert. Rund 333.000 Euro wurden bislang nach Angaben der Silvester in Berlin GmbH per SMS gespendet.

HB BERLIN. Mit einem Feuerwerk am Brandenburger Tor hat die Hauptstadt das neue Jahr begrüßt. Auf der deutschlandweit größten Silvesterparty feierten nach Angaben des Veranstalters bei regnerischem Wetter rund 600.000 Berliner und ihre Gäste. Der Himmel wurde bei dem Höhenfeuerwerk um Mitternacht von gold- und silberfarbenem Licht erhellt. Gedacht wurde auch an die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. Rund 333.000 Euro wurden bislang nach Angaben der Silvester in Berlin GmbH per SMS gespendet.

Nach Angaben der Silvester in Berlin GmbH kamen aber weniger Menschen als im Vorjahr zu dem Open-Air-Spektakel. Zum Jahreswechsel 2003/2004 hatten rund eine Million Menschen am Brandenburger Tor gefeiert. Die Polizei sprach von 400.000 bis 600.000 Besuchern. Im Vorjahr hatten rund eine Million Gäste das Open-Air-Spektakel besucht. «Zufrieden kann man nicht sein», sagte der Chef der Silvester in Berlin GmbH, Willy Kausch, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erinnerte bei der Eröffnung an die Flutopfer. In Gedanken seien viele bei den Opfern und ihren Angehörigen. Es sollte nicht vergessen werden, dass es vielen Menschen in der Welt sehr schlecht gehe. In seiner Neujahrsansprache würdigte Wowereit Anteilnahme und Solidarität der Berliner.

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Simon Rattle widmeten ihr traditionelles Silvesterkonzert den Opfern der Naturkatastrophe. Sie spendeten 50.000 Euro für Hilfsmaßnahmen und riefen zu weiteren Spenden auf.

Auf der Festmeile «Berlin Welcome 2005» zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule feierten viele Menschen bis in die Morgenstunden. Die traditionelle Bar aus 40 Tonnen Eis am Brandenburger Tor schmolz bei milden Temperaturen zusehends dahin. Am Samstagmorgen wollte die Berliner Stadtreinigung mit ihrer «Putzoffensive» beginnen.

Kausch rechnete für die deutlich schlechter als früher besuchte Party mit einem Defizit. Die Kosten von rund 950.000 Euro würden voraussichtlich nicht durch die Einnahmen gedeckt.

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