Finanz-Verhandlungen
Platzeck rückt in Spitzenrunde der Koalitionäre auf

Noch ist er nicht zum SPD-Chef gewählt, da hat Matthias Platzeck eine enorme Aufwertung erfahren: Er nimmt ab sofort an allen Spitzenrunden der künftigen Koalitionäre teil - zum ersten Mal bereits am Mittwoch. Dabei ging es um das Sparpaket.

HB BERLIN. Der designierte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) machten zu Beginn des Treffens keine Angaben zu den Inhalten. Der künftige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte, er hoffe, dass man weiterzukomme in der Frage, wie die 35 Milliarden Euro große Finanzierungslücke bis 2007 geschlossen werden könnte.

Neben Platzeck, Koch, Steinbrück und Glos nehmen an dem Gespräch die Vorsitzenden von SPD und CDU, Franz Müntefering und Angela Merkel, sowie Bundeskanzler Gerhard Schröder und der designierte SPD-Chef Matthias Platzeck teil. Glos vertritt CSU-Chef Edmund Stoiber, der eine Audienz beim Papst hat. Die Union verzichtete darauf, angesichts des Zuwachses auf der SPD-Seite einen Ausgleich zu fordern.

Umfragemehrheit: Platzeck gut für die SPD

In der Bevölkerung kommt Platzecks Austieg zum SPD-Chef unterdessen gut an. Bei einer Emnid-Umfrage für den Sender N24 erklärte die Hälfte von 1000 repräsentativ ausgewählten Bundesbürgern, Platzeck sei gut für die Sozialdemokraten. Nur 37 Prozent halten den brandenburgischen Ministerpräsidenten mit dieser Aufgabe für überfordert.

Der Verzicht von CSU-Chef Edmund Stoiber auf den Posten des Bundeswirtschaftsministers bewerten die Deutschen überwiegend negativ. 65 Prozent meinen, dass er die künftige Bundeskanzlerin Angela Merkel im Stich gelassen hat. Nur 26 Prozent halten die Gründe, die Stoiber für seinen Rückzug genannt hat, für überzeugend.

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