Finanzämter
Kontodaten immer gefragter

Auf der Suche nach Steuersündern fragen die Finanzämter laut "Focus" bei den Banken immer mehr Kontodaten ab. Im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der "Abrufe von Kontostammdaten" im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 Prozent auf 31 510 erhöht, berichtet das Nachrichtenmagazin.

HB MÜNCHEN. Diese Zahlen habe das Bundesfinanzministerium dem FDP-Abgeordneten Volker Wissing auf Anfrage mitgeteilt.

Für 2009 zeige der Trend weiter nach oben: In den ersten beiden Monaten habe der Fiskus bereits 5605 Kontodaten abgefragt. Dabei seien "in einer erheblichen Anzahl von Fällen bislang unbekannte Konten und Depots festgestellt" worden, schreibt das Finanzministerium laut "Focus". Die Zahl tatsächlicher Verstöße gegen Steuer- oder Sozialgesetze liege der Bundesregierung aber nicht vor.

Wissing hält die zunehmende Datenabfrage deshalb für ein "Misstrauensvotum des Staates gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern".

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