Finanzen im Wahlkampf
Zweifelhafte AfD-Helfer in der Grauzone

Ein dubioser Verein wirbt für die AfD im Bundestagswahlkampf. Angeblich ohne Wissen der Partei. Doch daran gibt es Zweifel. Die politische Konkurrenz ist alarmiert und denkt bereits über Gesetzesverschärfungen nach.
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BerlinWie finanziert die AfD ihren Wahlkampf? Zu etwaigen Spendern gibt die Partei keine Auskunft. „Die wenigen Spenden, die wir sammeln, fallen hier nicht sonderlich ins Gewicht“, sagt AfD-Sprecher Christian Lüth dem Handelsblatt.

Und auch Verbindungen zu einem „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“, der in Landtagswahlwahlkämpfen schon massive Unterstützung gewährt hat, streitet die Partei ab. Es bestehe „kein Kontakt“, so Lüth. Aber, fügt er hinzu: „Wir freuen uns über jede sinnvolle Unterstützung.“ Die AfD selbst hat für ihren Bundestagswahlkampf ein Budget von rund drei Millionen Euro eingeplant.

Auch der Verein selbst hält sich bedeckt. „Die Aktionen und die öffentlichen Wahlempfehlungen des Vereins werden durch die Spenden der über 14.000 Unterstützer des Vereins finanziert“, sagt der Vorsitzende und Sprecher des Vereins, David Bendels, dem Handelsblatt. Wer konkret hinter der Finanzierung der Wahlwerbung für die AfD steht, will Bendels aber nicht sagen.

Vor mehreren Landtagswahlen hatte der Verein zuletzt mit Millionen von „Extrablättern“ und Tausenden Wahlplakaten offen für die AfD geworben. Anlässlich der Bundestagswahl bringt der Verein nun eine Wochenzeitung heraus.

Der „Deutschland-Kurier“ soll am heutigen Mittwoch zunächst mit 300.000 Exemplaren in Berlin starten. Geplant ist, die Erstausgabe in den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau zu verteilen. Weitere 300.000 Exemplare dann in anderen Bezirken, bevor die Zeitung auch in anderen großen Städten wie Stuttgart, Dresden und Köln verteilt wird.

Zu den Kolumnisten gehören der ehemalige „Bild“-Chefredakteur Peter Bartels und die heute fraktionslose und frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach. Eine Webseite war schon vor der Printpremiere freigeschaltet worden.

Der Verein werde die Bürger „definitiv weiterhin mit politischen Informationen versorgen“, begründet Bendels das Engagement seines Vereins im Bundestagswahlkampf. Die Finanzierung scheint auch hierfür gesichert. „Die Aktionen unseres Vereins zur Bundestagswahl werden wir auf der Grundlage der Spendenbereitschaft unserer vielen Tausend Unterstützer planen und gestalten“, sagt der frühere CSU-Politiker.

Kommentare zu " Finanzen im Wahlkampf: Zweifelhafte AfD-Helfer in der Grauzone"

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  • Ja ja, der Neuerer ist endlich wieder da.
    Nur mit permanenten Medienbashing und FDP Hyping gelingt es den Leitmedien die AfD von weiteren Rekordwahlergebnissen herunter zu drücken. Aber natürlich wird die AfD trotzdem in den Bundestag einziehen nach der BTW im September.

    Denn das beste Wahlprogramm für die AfD ist die Realität. Ich war gestern wieder mal in unserer Hauptstadt. Wenn man da mal - ähnlich sieht es natürlich auch in anderen bevorzugt links-grün regierten Städten aus - so durch die Strassen einiger Bezirke läuft, bekommt man es wirklich mit der Angst zu tun, um sein Eigentum, um seine körperliche Unversehrtheit und nachts hier und da auch um sein Leben.

    Die Stadt als Hauptstadt Deutschlands zu bezeichnen, wäre schon arg gedehnt. In Berlin sieht man schon heute wohin das ganze Land bald insgesamt abdriften wird ... Infrastruktur- und Verwaltungs-Chaos, dreckig, kriminell, überfüllt, überfremdet.

    Man kann nur jedem raten, der die Möglichkeiten hat, dass Land zu verlassen.

  • @Herr Grutte Pier

    Das in der AfD viele normale Bürger sind, die faktisch bestehende Probleme ansprechen und programmatische Lösungen erarbeiten, interessiert die meisten Systemparteien wählenden ach so klugen "Köpfe" doch nicht. Von denen werden Sie keinen überzeugen.

    Wie das in der AfD abläuft, war anlässlich der Übertragung auf Phoenix des AfD-Parteitags in Köln zu sehen, wenngleich sich die ÖR-Reporter alle nur erdenkliche Mühe gaben, mit sich permanent wiederholten unsinnigen Fragen an "Ausgesuchte" ein anderes Bild zu zeichnen versuchten.

    Das Bild, das sich bei dieser Übertragung ergab, war das Kontrastprogramm zu dem Bild, dass die groß angekündigte Demo der grün-linken Organisationen schon im Vorfeld mit aller medialer Unterstützung als alleinige Hüter der "Demokratie" gemalt hatten.

    "Und das gleiche gilt sicher auch für die AFD.“ Dieser Satz, der nichts anderes als eine Unterstellung ist, hätte mich veranlasst, gar nicht auf so einen Schreiberling einzugehen.

    Das schließt natürlich nicht aus, dass Solches tatsächlich sein kann.

    Aber selbst wenn - dann entspricht das in etwa der gleichenh Praxis bei den System-Parteien.

    Seitdem nämlich in der Vergangenheit so mancher Spender, wie bei der SPD z. B. aufgeflogen ist und in der Öffentlichkeit diese Praktiken am Pranger standen, halten sich die Spender ebenfalls von ihren "Gönnern" in SPD, CDU und FDP fern.

    Noch Fragen?

  • @Herr Piet Vrolijk 12.07.2017, 11:16 Uhr
    „Die Geldgeber von die Herr Wilders werden sie auf keine von seine Veranstaltungen treffen.
    Und das gleiche gilt sicher auch für die AFD.“
    Sie sind natürlich „ganz sicher“, dass die Geldgeber von Wilders, der AfD und anderer „Rechter“ ausschließlich „Superreiche“ sind, die im Verborgenen tätig sind und böse Absichten haben. Ich kann nur f.d. AfD sprechen, kann hier aber feststellen, dass viele Mitglieder und Förderer mit Herzblut (mit Taten und wie es jedem pers. möglich ist auch Geld) „dabei“ sind.
    Die CDU-Geldgeber, denen der Herr Kohl sein „Ehrenwort“ gegeben hat sind unbekannt (geblieben). Wo sind die SED-Gelder verblieben?
    Bei der Veranstaltung gestern ging es bei der sogenannten „Ein-Themen-Partei“ um Sicherheit in Europa und die Bundeswehr. Also nicht die Themen, die Sie ansprechen.
    Trotzdem dürfte die Meinung der AfD zu €uro und Steuern dem Interessierten, der sich leider abseits der Qualitätsmedien selbst schlau machen muss, bekannt sein.
    Der größte Preistreiber bei Wohnen und Mieten sind die Nebenkosten. Man könnte somit über die Abschaffung des EEG die Strompreise reduzieren, da man auf dem Sektor dann wieder Marktwirtschaft fördert, gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöht und die Landschaftsverschandelung durch Windmühlen reduziert. Überbordende Verwaltungs- und Energieeinsparungsvorschriften, Steuern/Abgaben auf Wohneigentum auf ein sinnvolles Normalmaß zurückstutzen wodurch z.B. die Bauerstellungskosten sinken
    Bzgl. der Besteuerung der internationalen Konzerne hat sich u.a. der Herr Junker als „Experte“ erwiesen und für Luxemburg „Spezialvereinbarungen“ ausgehandelt, die sein „Spezi“ Martin Schulz (von der SPD) auch OK fand. Gleiches „Recht für alle“ ist ein Grundprinzip bei der AfD – Sonderregelungen für eine bestimmte Klientel werden also keine Unterstützung finden.
    Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in „Billiglohnländer“ hängt in meinen Augen maßgeblich mit den immensen, von oben verordneten Bürokratie-

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