Finanzexperte lehnt geringere Entlastung ab
Meister attackiert Merkel

Der CDU-Finanzexperte Michael Meister hat sich im unionsinternen Streit um die Finanzierung des Gesundheitsreformkonzepts gegen Partei- und Fraktionschefin Angela Merkel gestellt. Für ihn sei die von der Union im Rahmen einer Steuerreform angestrebte Senkung des Spitzensteuersatzes auf 36 Prozent der „alleinige Maßstab“, sagte er im Handelsblatt-Interview.

BERLIN. Dagegen hatte Merkel jüngst für eine Absenkung auf nur 38 Prozent plädiert, um zusätzliche Steuereinnahmen für den Sozialausgleich bei der geplanten einkommensunabhängigen Gesundheitsprämie zu gewinnen. Meister soll vom scheidenden Fraktionsvize Friedrich Merz die Verantwortung für die Haushalts- und Finanzpolitik übernehmen. das Interview im Wortlaut:

Herr Meister, sind Sie der Vollender der „Bierdeckel-Steuerreform"?

Wir werden engagiert an unserem Konzept 21 weiterarbeiten und bieten der Koalition an, das in dieser Legislaturperiode umzusetzen. Unabhängig davon werden wir in der Union das Thema so weit vorantreiben, dass wir bis zur Bundestagswahl handlungsfähig sind.

Sie verstehen sich als Verwalter des Merz’schen Steuermodells?

Friedrich Merz und ich haben die Steuer- und Finanzpolitik der Union gemeinsam entwickelt und so trage ich alle Ergebnisse und Fraktionsbeschlüsse voll mit.

Sie werden nun in den politischen Streit mit der Schwesterpartei eintreten müssen, so bei der Frage, wie weit die Gesundheitsreform über Steuern zu finanzieren ist. Wie weit?

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