Finanzielle Probleme
SPD und CDU verzeichnen Mitgliederschwund

Die Mitgliederzahl der beiden deutschen Volksparteien SPD und CDU geht einem Zeitungsbericht zufolge weiter zurück. So hätten beide Parteien zusammen seit dem Start der Großen Koalition vor einem Jahr rund 39 000 Beitragszahler verloren, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.

HB BERLIN. Die SPD habe zum 1. Oktober noch knapp 568 000 Mitglieder gehabt, die CDU rund 561 000. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 habe die SPD damit 40 Prozent ihrer Mitglieder verloren, die CDU 25 Prozent. Die CDU sei kurz davor, die SPD bei der Mitgliederzahl erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik zu überholen. Ohne die Mitglieder der bayerischen SPD liege die CDU bereits jetzt vorne.

Die SPD stehe wegen des Rückgangs vor erheblichen finanziellen Problemen, berichtete die Zeitung. In der Zentrale der SPD verhandelten bereits Geschäftsführung und Betriebsrat über ein Sparpaket. Im Gespräch seien unter anderem Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld für die gut 180 Mitarbeiter.

Angeblich wolle die Geschäftsführung bereits 2007 zwei Millionen Euro einsparen. Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier habe die Kürzung auf einer Personalversammlung im Willy-Brandt-Haus nach Angaben von Teilnehmern auch mit rückläufigen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen begründet.

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