Finanzierung über Kerosinsteuer
Grüne wollen Entwicklungshilfe anheben

Auf dem Entwicklungsgipfel der Vereinten Nationen im Jahr 2000 einigten sich die Industrieländer darauf, die Armut auf der Welt zu halbieren. Das lässt sich nur über eine Verdopplung der Entwicklungshilfe erreichen. Die Grünen streben daher eine Schrittweise Erhöhung der Hilfsausgaben an.

HB DÜSSELDORF. Die Grünen haben eine deutliche Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe gefordert. Bis zum Jahr 2014 sollten die staatlichen Hilfen für die armen Länder 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, sagte der entwicklungspolitische Sprecher der Fraktion, Thilo Hoppe, am Mittwoch in Berlin. Als Zwischenschritt sollten schon 2010 mindestens 0,5 Prozent des BIP erreicht werden. Derzeit liegt dieser Wert noch bei unter 0,33 Prozent.

Hoppe erinnerte an die Ziele des Millenniumsgipfels der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, als unter anderem beschlossen wurde, die extreme Armut auf der Welt bis 2015 zu halbieren. Im September dieses Jahres werde ein UN-Gipfel eine Zwischenbilanz ziehen. Nach Einschätzung von UN-Generalsekretär Kofi Annan könnten die Millenniumsziele aber nur mit einer Verdoppelung der Entwicklungshilfe erreicht werden.

Zur Finanzierung schlugen die Grünen unter anderem eine Kerosinsteuer und eine Steuer auf Devisengeschäfte vor. Außerdem sollten die europäischen Agrarexportsubventionen verringert werden und ein Teil der freiwerdenden Mittel den Entwicklungsländern zukommen.

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