Finanzierung von Firmen
Bayern will Start-ups steuerlich fördern

Bayern will die Finanzierung von Start-ups erleichtern. Investoren sollen das Kapital, das sie in eine Firma stecken, steuerlich absetzen können. Das sieht ein Gesetzentwurf vor. Es gibt jedoch Bedingungen.
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BerlinBayern möchte die Finanzierung von Start-up-Firmen künftig stärker steuerlich fördern. „Deutschland droht beim Wagniskapital zurückzufallen“, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) dem Handelsblatt. Er kündigte eine Gesetzesinitiative über den Bundesrat an. Die Finanzierungssituation deutscher Start-ups müsse im internationalen Vergleich verbessert werden, forderte Söder. „Hier setzen wir mit der Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für junge Unternehmen und Investoren an.“

Der Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, dass Investoren ihr Wagniskapital, das sie in eine Firma stecken, sofort steuerlich abschreiben können. Wenn sie ihre Beteiligung später verkaufen, muss diese allerdings versteuert werden. Insofern handelt es sich quasi um einen zinslosen Kredit des Fiskus. Sollte der Investor allerdings einen Verlust mit seiner Beteiligung einfahren, wird die Abschreibung endgültig.

Der Fiskus nimmt dem Investor also ein Teil des Risikos ab. Zudem sieht Söders Gesetz Ausnahmen für Start-ups bei der Mindestgewinnbesteuerung vor. Laut Gesetzentwurf würden die Maßnahmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt jährlich 95 Millionen Euro kosten. In den ersten vier Jahren wären die Mindereinnahmen etwas geringer.

Kommentare zu " Finanzierung von Firmen: Bayern will Start-ups steuerlich fördern"

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  • Ja, so ist das. Überleben geht vielleicht, aber Wachstum eher nicht. Vom ersten Moment an bedienen sich alle und für die Entwicklung des eigenen Unternehmens bleibt leider nichts übrig.

  • Und wieder soll ein steuerlicher Ausnahmetatbestand geschaffen werden. So wird das Steuersystem noch komplizierter.

    Das freut nur den Steuerberater, der das unbedarfte Startup-Würstchen beraten darf und sich das natürlich entlohnen lässt...

  • Völliger Unsinn! Ich kann nur jedem davon abraten, sich in Deutschland mit einem Startup selbständig zu machen!

    Noch bevor der erste Euro verdient ist, bekommt man Rechnungen und Gebührenbescheide von der GEZ, der IHK, den Krankenkassen, dem Finanzamt, der Berufsgenossenschaft, dem Steuerberater usw. usw.

    Meine eindringliche Warnung an junge Menschen: Ihr werdet zu Melkkühen, sobald Ihr Eure Startup-Bude gegründet habt! Und wenn Ihr tatsächlich ein prima Idee habt, dann macht es bitte, bitte nicht in Deutschland! Denkt an Eure Zukunft!

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