Finanzierungsdefizit sinkt
Der Staat macht weniger neue Schulden

Gute Nachrichten für Finanzminister Eichel: Das Finanzierungsdefizit von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung in den ersten neun Monaten dieses Jahres kräftig um 15,8 Milliarden auf 75,1 Milliarden Euro gesunken.

HB BERLIN. Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte sind von Januar bis September nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem dank einmaliger Sonderzahlungen deutlich stärker gestiegen als die Ausgaben. Der Bund und seine Sondervermögen, die Länder, Gemeinden und Sozialversicherung nahmen mit 677,8 Milliarden Euro drei Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor. Hierfür waren vor allem einmalige Sonderzahlungen - etwa der EU - an einige Länder, die Einnahmen aus der LKW-Maut und ein Anstieg der Beteiligungsverkäufe beim Bund verantwortlich.

Die Ausgaben beliefen sich in den ersten drei Vierteljahren auf 752,9 Milliarden Euro und lagen damit um 0,5 Prozent über dem Vorjahr. Die Ausgaben stiegen deshalb so langsam, weil der Staat fast fünf Prozent weniger für Investitionen ausgab und bei Personal und Darlehensgewährungen sparte. Außerdem kam ihm das niedrige Zinsniveau zu Gute.

Das öffentliche Finanzierungsdefizit sank um 15,8 auf 75,1 Milliarden Euro, die Nettokreditaufnahme sank gleichzeitig um 17,9 auf 34,5 Milliarden Euro. Damit summierten sich die Schulden der öffentlichen Haushalte am Kapitalmarkt bis Ende September auf 1,426 Billionen Euro.

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