Finanzinvestoren
Börsentricks belasten Steuereinnahmen nicht

Entgegen anderslautenden Medienberichten sieht die Bundesregierung offenbar nicht die Gefahr von Steuerausfällen bei Finanzinvestoren. Das Finanzministerium dementierte am Samstag eine entsprechende Vorabmeldung. Dabei ging es um legale Tricks, die angeblich für Milliardenschäden sorgen sollten.

HB BERLIN. Wegen Börsentricks von Finanzinvestoren befürchtete das Bundesfinanzministerium einem Magazinbericht zufolge Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Institutionelle Anleger würden mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenausschüttungstermin deutscher Konzerne die Finanzämter prellen, berichtete der "Spiegel" am Samstag vorab.

Das Ministerium hat diesen Bericht jedoch zurückgewiesen. "Tatsächlich ist die Gefahr eines Steuerschadens minimal", sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Samstag in Berlin. Den Finanzämtern und Prüfungsdiensten sei das Thema gut bekannt. Außerdem habe das Ministerium im Einvernehmen mit den Ländern die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Leerverkäufen bereits erheblich eingeschränkt und erschwert.

Der "Spiegel" hatte über drohende Milliardenausfälle berichtet, weil institutionelle Anleger mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenausschüttungstermin deutscher Konzerne die Finanzämter prellten. Es bestehe die Gefahr, dass zwei Steuerbescheinigungen ausgestellt würden, obwohl nur einmal Kapitalertragsteuer abgeführt werde. Damit ließen sich Steuern auf Dividenden zurückfordern, die nie bezahlt wurden.

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