Finanzkrise
Münteferings Opel-Vorstoß nervt Union

Die SPD geht nach Worten ihres Parteichefs Franz Müntefering davon aus, dass der Autobauer Opel in Europa auch eigenständig überleben kann und nach Abschluss der Prüfungen staatliche Hilfen erhält. In der Union wird der Vorstoß Münteferings als vorschnell gewertet. Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, sprach bei Handelsblatt.com von einem "völlig verantwortungslosen " Vorpreschen.

dne DÜSSELDORF/BERLIN. "Das ist ein Freifahrtschein ohne Prüfung", sagte Michelbach am Montag im Gespräch mit Handelsblatt.com. Notwendig sei jetzt vielmehr eine "tiefgreifende Analyse" des Sanierungskonzepts von Opel "ohne Hast und Eile". Müntefering versuche dagegen "Wahlkampf mit Steuergeldern" zu betreiben.

Müntefering hatte zuvor gesagt: "Wir möchten helfen können an der Stelle, und wir gehen davon aus, dass dieses auch möglich ist", sagte der SPD-Vorsitzende am Montag in Berlin. Die Tochter des US-Konzerns General MotorsOpel sei in Europa nach derzeitigem Kenntnisstand überlebensfähig. "Alles was wir wissen, zeigt in diese Richtung", sagte er. Das Unternehmen müsse dies aber genauer darlegen. Müntefering schloss auch eine direkte staatliche Beteiligung an Opel nicht aus, sagte aber: "Wir suchen eine solche Beteiligung nicht."

Die Zukunft des Autobauers Opel ist bislang offen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)sagte nach einem Spitzengespräch mit Vertretern des Konzerns in Berlin, der vorgelegte Rettungsplan werfe Fragen auf und werde darum in den kommenden Wochen gewissenhaft geprüft. In etwa zwei Wochen, so der CSU-Politiker, werde es während seiner US-Reise auch Verhandlungen mit der Regierung in Washington geben. Zuvor hatte die Opel-Spitze Einzelheiten des Hilfsplans Wirtschaftsminister zu Guttenberg erläutert.

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