Finanzmarkt-Regulierung
Politik und Aufseher wollen Bankentrennung

Der Finanzbranche droht Ungemach. Finanzminister Schäuble ist für ein Trennbankensystem, die Aufseher von der BaFin sind es auch. Schäuble sagte, es müsse noch einiges getan werden bei der Bankenregulierung.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) kann sich zur strengeren Regulierung der Finanzwelt eine Aufspaltung der europäischen Großbanken in Geschäftsbanken und Investmentbanking vorstellen. "Wenn es in Europa nachgewiesenen Bedarf für einen solchen Schritt gibt, wird Deutschland sich nicht sperren", sagte Schäuble der Zeitung "Welt am Sonntag".

Der CDU-Politiker wollte eine Aufspaltung der Universalbanken nicht ausschließen, da bei der Pleite eines Geldhauses in einem anderen Euroland notfalls auch der deutsche Steuerzahler bürgen müsste. Doch die aktuellen Probleme in Deutschland "haben mit der Existenz von Universalbanken nichts zu tun", erklärte Schäuble.

Der Minister sagte, bei der Regulierung der Finanzwelt sei bereits einiges geschafft worden, doch müsse noch mehr getan werden. Als Beispiel nannte Schäuble die Vergütung von Managern. "Der Gesetzgeber könnte die Vorschriften verschärfen, die dafür sorgen sollen, dass variable Bezüge nicht mehr kurzfristig ausgezahlt, sondern längerfristig angelegt werden", sagte er.

Schäuble räumte ein, dass die Politik die Regeln für die Finanzwelt zu sehr gelockert habe. "Wir alle miteinander sind bei der Deregulierung, die Ende der 90er Jahre begann, zu weit gegangen. Damals regierte Rot-Grün", sagte er mit einem Seitenhieb auf die Opposition. Ein Jahrzehnt später hätten die Finanzmärkte auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden müssen. "Wir müssen nun für Regeln sorgen, die eine Wiederholung verhindern", erklärte Schäuble.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hatte am vergangenen Wochenende in einem Acht-Punkte-Papier die Banken unter anderem der Erpressung und Abzocke bezichtigt und angekündigt, die Zähmung der Finanzmärkte zu einem Thema im Bundestagswahlkampf 2013 machen zu wollen.

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Trennbankensystem würde vor allem Deutsche Bank treffen

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  • Haben wir es noch immer nicht kapiert?

    Von der herrschenden Nomenklatura GRÜNESPDCDU droht denen garnichts.
    Diese Politmarionetten werden von der zahlenden Lobby zurückgepfiffen.
    Diese Schlagzeile ist erlaubt. Es soll so aussehen als wenn einer nachdenkt.
    Und er sieht ja wirklich nachdenklich aus.

    Wir kriegen es in Europa nicht hin, dass an Tote keine Renten und für Ruinen keine Kredite ausgegeben werden.
    Schon für solche absoluten Selbstverständlichkeiten sind die Widerstände zu groß.
    Wer träumt denn ernsthaft davon, dass er die wirklich lohnenden Beutzüge stoppen kann?




  • Der Minister sagte, bei der Regulierung der Finanzwelt sei bereits einiges geschafft worden, doch müsse noch mehr getan werden
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    Was ist denn geschaffen worden? Wie kann es z. B. sein, dass die Commerzbank weiter zockt, sie ist mit deutschem Steuergeld gerettet worden.
    Und wenn ich den Beitrag im HB richtig verstehe, sind mal wider bei der Libor-Sache Landesbanken beteiligt. Wie kann das? Die unterliegen doch angeblich der Kontrolle der Politik
    Also erst einmal vor der eignen Tür richtig kehren.
    Und eine Bankenaufsicht die Politik konform ist, braucht auch niemand.
    All diese Kontrollfunktionen müssen endlich von unabhänigen Leuten gemacht werden

  • @ Hagen_von
    Lässigkeit finde ich auch ganz toll. Aber der Erfolg damit von Italien und GB ist leider nicht überzeugend.
    Und Gesetze haben wir auch schon genug geändert. Die Regierung Schröder war darin ja ganz fleißig und den den Schwachsinn von Clinton und Blair nach Deutschland geholt.

    Auch Änderungen am Grundgesetz werden bei uns deutlich öfter durchgeführt als beispielsweise in den USA - so kann man es lesen.

    Was soll immer diese Vorurteilskiste.

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