Finanzminister hält hiesige Regelungen für ausreichend
Eichel will deutsche Hedgefonds-Regeln nach Europa exportieren

HB BERLIN. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hält es für unnötig, in Deutschland neue Maßnahmen gegen Hedgefonds zu ergreifen. Darum gehe es nicht, sagte er der «Passauer Neuen Presse» vom Samstag. «Sie sind ein wichtiges Finanzmarktinstrument – vorausgesetzt, sie sind so transparent, so klar reglementiert und beaufsichtigt wie in Deutschland.»

Daher plädiere er für eine europaweite Aufsicht von Hedgefonds nach deutschem Vorbild. Die im vergangenen Jahr geschaffenen Regulierungen und Transparenzanforderungen seien ein Modell, das er «gerne nach ganz Europa exportiert sähe», sagte Eichel der Zeitung weiter. Damit könne das Risiko minimiert werden, das von «einzelnen schwarzen Schafen» unter den Hedgefonds ausgehe.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte zuvor das Bundesjustiz- und Finanzministerium angewiesen, Maßnahmen für mehr Transparenz von Hedgefonds zu prüfen. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hatte die «international wachsende Macht des Kapitals» kritisiert und Investoren mit «Heuschreckenschwärmen» verglichen, die über Firmen herfielen, sie abgrasten und danach weiterzögen.

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