Finanzminister
Schäuble will Anlegerschutz verbessern

Nach der Insolvenz des Windparkbetreibers Prokon, hat Finanzminister Wolfgang Schäuble die Bafin um Vorschläge zur Verbesserung des Anlegerschutzes gebeten. Er fordert eine andere Anlagekultur.
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DüsseldorBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will sich für mehr Schutz und einer bessere Vorsorge für Anleger starkmachen. „Es ist und bleibt Ziel der Bundesregierung, die Grauzonen im Finanzmarkt besser zu regulieren und zu beaufsichtigen“, sagte Schäuble dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Wir waren und sind ein Taktgeber für Regulierungsvorhaben bei den G 20. Und auch auf der nationalen Ebene bleiben wir aktiv. Hierzu gehört die konsequente Aufarbeitung des Falles Prokon“, ergänzte Schäuble. Der Windparkbetreiber Prokon, der auf dem grauen Markt über eine Milliarde Euro einsammelte, hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet, als Kunden ihre Einlagen zurückverlangten.

Schäuble stellt daher Forderungen an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin): „Mein Haus hat die Bafin um Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung des Anlegerschutzes gebeten. Wo Verbraucher sich nicht selbst schützen können oder überfordert sind, muss der Staat Schutz und Vorsorge bieten.“

Einen Einwand macht der Bundesfinanzminister dennoch geltend: „Selbst eine noch bessere Regulierung wird nur bedingt helfen, wenn die Anleger nur auf die Rendite und nicht auf die Risiken achten. Wir brauchen deshalb nicht nur mündige Bürger, sondern eine andere Anlagekultur“, sagte Schäuble

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin

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