Finanzminister-Treffen
Schäuble bringt Stempelsteuer ins Gespräch

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat beim EU-Finanzminister-Treffen in Kopenhagen die Einführung einer EU-weiten Stempelsteuer angeregt. Diese könne den Weg zu einer umfassenderen Finanztransaktionssteuer bereiten.
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KopenhagenDeutschland hat die Einführung einer Art Stempelsteuer als Vorstufe zu einer umfassenderen Steuer auf Finanzmarktgeschäfte in der Europäischen Union vorgeschlagen. „Der erste Schritt sollte sich nach unserer Ansicht an einem Herangehen wie der britischen Stempelsteuer und der französischen Steuer auf Finanztransaktionen orientieren“, hieß es in einem Reuters am Freitag vorliegenden Dokument. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte das Papier beim informellen Treffen der EU-Finanzminister in Kopenhagen vorgestellt.

Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr eine viel weitergehende Finanztransaktionssteuer vorgeschlagen. Doch diese hat wegen des Widerstands Großbritanniens und anderer Mitgliedstaaten keine Chance, realisiert zu werden. In Großbritannien wird bereits eine Steuer auf Aktienkäufe erhoben. Darauf sollte nach dem deutschen Vorschlag auch die europäische Steuer zunächst begrenzt werden. Über eine Finanztransaktionssteuer, die auch Derivate und Anleihen erfassen würde, solle zugleich weiterverhandelt werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Finanzminister-Treffen: Schäuble bringt Stempelsteuer ins Gespräch"

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  • Die EU läuft konzeptionell, wirtschaftlich, politisch aus dem Ruder, türmt gigantische Verschuldungsberge auf, Ansatzproblemlösung nicht in Sicht, und der deutsche Finanzminister beschäftigt sich mit einer "Stempelsteuer".

    Ist der Herr noch bei Sinnen?

    Welche Deppen will er den mit solch einer Massnahme bedienen ?

    Schäuble, tret zurueck, Dein Nachfolger soll sich mal anstatt durch Ackermann und einer kriminellen Schar von Investmentbankern durch Axel Weber beraten lassen. Setzt das Ausgegorene zusammen mit kritischen Banker dieser Nation/Europas um und dann mit voller Kraft und angelegten Ohren ab durch die Mitte.

    Wenn nicht, trinken Sie ihr verdientes Gläschen mit Gourmet-Lagarde und halten nach all dem gigantischen Unfug innere menschliche und politische Einkehr. Beten Sie um unser aller Land, um Europa, das Sier gerade mit auf dem Jahrmarkt politischer Ignoranz und Eitelkeiten brutalst verhökern, damit eure Finanz-Sponsoren bzw die US Chaosfinanztruppe sich dicke Waenste weiter anfrisst bzw diese und ihre Gesellschaft gewollt weiter destablisiert.

    Sie sind ja schon weit gekommen, sieht man die Jahre ab 2001.

  • Herr schäuble, es ist genug. Gehen Sie zu Mutti. Es glaubt Ihnen niemand mehr.

    Überlassen Sie das Feld einem Fachmann. Wie Sie selbst feststellten, geht es nicht um Geld. Problemlösungen werden gesucht. Die Geldnot resultiert aus den ungelösten Problemen.

  • Ein kluger Mann sagte einmal: "Steuern sind Gift für die Konjunktur!" Nach dem Scheitern der Finanztransaktionssteuer sieht das sehr nach einem erbärmlichen Versuch aus, irgendwie doch noch eine neue Steuer zu erfinden. Ich warte auf den Tag, an dem jemand noch eine "Sonnenscheinsteuer" vorschlägt. Das könnte man mit den unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten begründen und somit die Gebiete, die eine höhere Anzahl an Sonnenscheinstunden aufweisen, zu einer "ausgleichenden" Abgabe verpflichten.

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