Finanzministerium
Schäuble holt IWF-Exekutivdirektor aus Washington zurück

Eigentlich sollte Klaus Stein noch bis Mitte 2011 die deutschen Interessen im Board des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington vertreten. Doch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will seinen Finanzbeamten vorzeitig nach Berlin holen. Dort soll er eine Unterabteilung im Finanzministerium leiten.
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BERLIN. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der Bundesregierung und des Währungsfonds. Im Währungsfonds bedauert man die Entscheidung Schäubles. „Gerade in der aktuellen Euro-Krise wäre es gut, wenn Deutschland weiter mit einem erfahrenen Experten im Währungsfonds vertreten wäre“, hieß es beim IWF. Wann der 58-jährige Beamte ins Berliner Finanzministerium zurückkehrt, ist noch offen. Im Gespräch ist ein Wechsel im Frühjahr. Ein Sprecher von Schäuble wollte den Personalwechsel nicht bestätigen.

Neben Exekutivdirektor Stein soll im kommenden Sommer auch sein Stellvertreter Stephan von Stenglin die Finanzinstitution verlassen. Ob von Stenglin, der von der Bundesbank zum Währungsfonds entsendet wurde, zur Notenbank nach Frankfurt zurückkehrt, ist noch unklar.

Auch über die Neubesetzung der beiden wichtigen Stellen ist nach Informationen des Handelsblatts noch keine Entscheidung gefallen. Die Bundesbank, die den nächsten deutschen Exekutivdirektor im IWF-Board stellt, teilte auf Anfrage lediglich mit, dass entsprechende Gespräche liefen.

Sven Afhüppe
Sven Afhüppe
Handelsblatt / Chefredakteur

Kommentare zu " Finanzministerium: Schäuble holt IWF-Exekutivdirektor aus Washington zurück"

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  • Na ja, dann müssen die Herren wohl oder übel morgens statt mit DSK mit Schäuble ihre Croissants essen.
    Und beim iWF sind es doch für Deutschland eh nur plus/minus 5,87% Stimmenanteil am Geschehen; man muß die Kirche im Dorf lassen.
    Mir würde es reichen, wenn die Herren Deutschland vor dem Zugriff ausländischer Machenschaften schützten. bis zur Pensionierung sind es doch noch 7 Jahre.

  • Vielleicht sollte die bundesregierung im interesse des Erhalts der EU und des Euros sich künftig stärker vom iWF distanzieren, der ja bekanntermaßen eine Art politisches Exekutivorgan der USA ist.

    Es wäre vor allem wichtig, dass die EU der Welt ein Zeichen setzt und bei der Lösung der EU-Schuldenkrise auf die Unterstützung des iWF verzichtet. Nur dann kann hat sie eine Chance, sich aus dem Würgegriff der Finanzmärkte zu befreien (siehe dazu: http://stefanleichnersblog.blogspot.com/2010/11/irland-krise-regierungen-bleiben-eine.html).

  • Und was macht unsere Regierung und Justiz mit den amerikanischen und englischen Heuschrecken, die die Wirtschaftskrise verursacht haben. Die beihilfe zum betrug bei Schefenacker, deutsche Autozulieferfirma zum bankrott aus bW, geleistet haben, nichts, sie stellt das Verfahren wegen Geringfügigkeit in Stuttgart ein. Da kommt jeden Anleihegläubiger und dem geschädigten deutschen Staat das Kotzen. Hier werden Arbeitslose massenhaft produziert vom angloamerikanischen bankstern und nichts passiert. Sie spielen sich als Weltpolizisten auf und sind die größten Gangster in jedem bereich.

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