Finanzvermögen
Bund schrumpft sein Guthaben um 30 Milliarden

Die öffentlichen Haushalte kennen nicht nur Schulden, sie verfügen auch über ein erhebliches Finanzvermögen. Im letzten Jahr ist dieses allerdings geschrumpft. Verantwortlich sind aber nicht die Länder, sondern der Bund.
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WiesbadenDie Öffentliche Hand hat nicht nur Schulden, sondern auch beträchtliche Guthaben. Allein das Finanzvermögen - also Wertpapiere, Bargeld und Einlagen sowie vergebene Kredite und Forderungen - betrug zum Ende vergangenen Jahres rund 526 Milliarden Euro. Das waren 10,4 Milliarden Euro oder 1,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete.

Allerdings ist die Verschuldung von Bund, Ländern, Kommunen und gesetzlichen Sozialversicherungen einschließlich aller Extrahaushalte etwa viermal so hoch. Ende 2011 waren es gut zwei Billionen Euro, also rund 25.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung.

Für das Sinken des öffentlichen Finanzvermögens war indes allein der Bund verantwortlich, dessen Finanzvermögen um mehr als 30 Milliarden Euro (10,9 Prozent) auf 251,3 Milliarden Euro schrumpfte. Bei den Ländern gab es hingegen ein Plus um 1,1 Prozent auf 130,1 Milliarden Euro. Die Gemeinden konnten ihr finanzielles Vermögen um 3,9 Prozent auf 57,2 Milliarden Euro steigern, die Sozialversicherungen gar um 23,8 Prozent auf 87,5 Milliarden Euro. Die Zahlen zeigen lediglich Guthaben und Forderungen nach außen, nicht aber innerhalb der staatlichen Ebenen.

Den größten Teil des öffentlichen Finanzvermögens machten Wertpapiere aus mit 168,3 Milliarden Euro. Der zweitgrößte Posten war Bargeld mit 142,3 Milliarden Euro, gefolgt von vergebenen Krediten mit 136,6 Milliarden Euro.

 
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Kommentare zu " Finanzvermögen: Bund schrumpft sein Guthaben um 30 Milliarden"

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  • ..wie überraschend...

    Unsere von der Finanzmafia unterwanderte Regierung (samt Scheinopposition, außer Gysi & Co.) schiebt Milliarde um Millarde zu den Paten.. Diebstahl nennt man jetzt "Rettung".

    Griechenlandhilfe - Rede von Sahra Wagenknecht (Die Linke) am 30.11.2012 :

    http://www.youtube.com/watch?v=E1uFJytAFcs

  • Es erhebt sich die spannende Frage, warum der Bund sein WErtpapiervermögen nicht in kritische Infrastruktur investiert hat: Der Eon und RWE haben sowohl ihre Strom-Übertragungsnetze als auch ihre Gasfernleitungsnetze an einen australischen Fonds verkauft. Dessen Anlagehorizont von 5 Jahren beißt sich ziemlich mit dem eher langfristig ausgerichteten Konzept von Netzbetreibern. Und wer stellt sicher, dass die Australier ihre Anteile nicht irgendwann an chinesische oder russische Staatsfonds verkaufen?

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