Fischer und Schröder sollen auf ihn eingeredet haben
Eichel denkt nicht an Rücktritt

Auf einem Spitzentreffen zur Rentenreform am Sonntag soll Bundesfinanzminister Hans Eichel mit Rücktritt gedroht haben. Das Bundesfinanzministerium dementierte diese Informationen. Eichel hege keinerlei Rücktrittsgedanken.

HB BERLIN. Die Zeitung „Die Welt“ berichtete vorab aus der Dienstagausgabe, Eichel habe in einem Krisengespräch mit Schröder und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) am Sonntag deutlich gemacht, dass er für einen Kurs wachsender Verschuldung nicht unbegrenzt zur Verfügung stehe.

„Fischer und Schröder haben auf ihn eingeredet, um ihn vom Rücktritt abzuhalten“, zitierte die Zeitung Regierungskreise. Bei einem weiteren Gespräch mit Schröder habe sich Eichel am Montag eine erneute Zusicherung geholt, dass die ihm zugesagten Einsparungen in Höhe von 2 Mrd. Euro tatsächlich vorgenommen würden. In der SPD sei von einer „schwierigen Hängepartie“ die Rede gewesen, die sich bis Montag früh hingezogen habe.

Die Bundesregierung und die Spitzen der rot-grünen Koalition hatten sich am Sonntag auf Einsparungen zu Lasten der Rentner verständigt, um den Beitragssatz zur Rentenversicherung stabil zu halten. Eichel musste zudem auf die von ihm geforderte Kürzung des Bundeszuschusses zur Rentenkasse um 2 Mrd. Euro verzichten. Zum Ausgleich soll im Bundesetat durch eine globale Minderausgabe aller Ministerien 1 Mrd. Euro gespart werden. 2005 und 2006 soll dieser Betrag auf 2 Mrd. Euro steigen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Eichels Ressort einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, in dem von Rücktrittserwartungen des Ministers im Zusammenhang mit den Rentenfinanzen die Rede gewesen war.

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