Fleischskandal
CDU-Politiker beklagt „Geizmentalität“

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Europaparlament, Karl-Heinz Florenz, hat eine neue Geizmentalität in Deutschland für die jüngsten Lebensmittelskandale mit verantwortlich gemacht. Nicht der Staat müsse die Regeln verschärfen - die Bürger müssten ihr Verhalten ändern.

HB BRÜSSEL. Der CDU-Politiker sagte am Dienstag im Deutschlandradio Kultur, die Verbraucher müssten erkennen, dass qualitativ hochwertige Lebensmittel ihren Preis hätten. „Milch ist in vielen Fällen und in vielen Städten billiger als Mineralwasser“, sagte Florenz. Dabei wisse jeder Landwirt, dass eine Kuh acht Liter Wasser trinken müsse, um einen Liter Milch zu geben.

Neue Gesetze im Umgang mit Lebensmittelskandalen lehnte Florenz ab. Schon jetzt gebe es sehr viel Bürokratie. Er gehe daher nicht davon aus, dass weitere Regelungen den Verbraucherschutz verbesserten.

Florenz forderte die Konsumenten auf, aufmerksamer einzukaufen: „Ich bin der Überzeugung, dass wir durch Bewusstsein der Verbraucher wieder zu einer Renaissance des kleinen Metzgers an der Ecke kommen.“ Kritisch beurteilte der Gesundheitsexperte auch den Vorschlag, die Namen schwarzer Schafe im Internet zu veröffentlichen. In den nordischen Ländern werde das schon praktiziert, und dennoch sei auch aus diesen Ländern eine Menge verdorbenes Fleisch gekommen.

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