Fleischskandal
Harte Strafen für unehrliche Händler gefordert

Der Skandal um verdorbenes Fleisch droht sich weiter auszuweiten. Agrarminister Horst Seehofer (CSU) will gemeinsam mit den Bundesländern prüfen, wie die Koordination verbessert werden kann. Von allen Seiten werden drastische Maßnahmen gefordert.

HB BERLIN. Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) sagte der „Bild“-Zeitung, er wolle keine Panik verbreiten. Aber seine Mitarbeiter berichteten ihm: „Je stärker man kontrolliert, um so mehr Fälle werden gefunden.“

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r Minister forderte „intensivere und qualifiziertere Kontrollen“. Für die Bundesregierung bekräftigte er: „Wir wollen mit Volldampf und Nachdruck diesen gewissenlosen und kriminellen Geschäftemachern das Handwerk legen.“

Die Länder wollen bis Ende kommender Woche die rund 300 Kühlhäuser in Deutschland untersucht haben. Rund 50 Betriebe und Lager sind nach Angaben des Ministeriums bisher bundesweit vom Skandal um verdorbenes Fleisch betroffen.

In Krisengesprächen mit den Ländern soll am kommenden Dienstag in Bonn ausgelotet werden, ob rechtliche Lücken zu schließen sind. Zudem wolle Deutschland einen Vorstoß für eine EU-weite Meldepflicht über verdorbenes Fleisch unternehmen.

Thema wird der Skandal in der kommenden Woche auch im Bundestag: Die designierte Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bärbel Höhn (Grüne), hatte das Ministerium gebeten, in der konstituierenden Ausschusssitzung am 30. November über den aktuellen Kenntnisstand zu berichten.

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