Flexi-Rente
Auch SPD für Teilrente ab 60

Als der DGB im Juni vorschlug, die Altersgrenze für die Teilrente zu senken, war die Aufregung groß. Dabei sind eigentlich alle Seiten für einen flexibleren Renteneintritt. Jetzt haut auch die SPD in dieselbe Kerbe.
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BerlinÄltere Arbeitnehmer sollen nach den Vorstellungen der SPD künftig ihre Arbeitszeit reduzieren und als Ausgleich schon mit 60 Jahren eine Teilrente in Anspruch nehmen können. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carola Reimann präzisierte in der „Berliner Zeitung“ (Montag) die Pläne der Sozialdemokraten für eine solche Flexi-Rente. „Wir wollen, dass jeder früher aufhören, aber auch länger arbeiten kann – abhängig von der Situation am Arbeitsplatz und der individuellen Leistungsfähigkeit“, sagte sie. Dazu solle es möglich sein, ab dem 60. Lebensjahr 30, 40, 50, 60 oder 70 Prozent Rente in Anspruch zu nehmen. Die bisherigen starren Hinzuverdienstgrenzen sollten gelockert werden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte bereits im Juni einen flexiblen Übergang in die Rente schon ab 60 Jahren gefordert. Sein Vorstoß, die Altersgrenze für die Teilrente von 63 auf 60 Jahren zu senken, stieß aber auf massiven Widerstand, Union und Arbeitgeber lehnten den Vorstoß strikt ab.

Die Möglichkeit, weniger zu arbeiten und mit Abschlägen früher Rente zu kassieren, gibt es bereits seit 1992. Die bisherige Regelung für eine solche Teilrente gilt aber als kompliziert und unflexibel. Union und SPD sind dabei, mit dem Arbeitsministerium und den Tarifpartnern Regelungen für einen flexibleren Ausstieg aus dem Beruf zu erarbeiten.

Die große Koalition will es Arbeitnehmern erleichtern, nicht nur früher in Rente zu gehen, sondern auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu arbeiten. Reimann zeigte sich bereit, auch über die Forderung der Arbeitgeber zu reden, in diesem Fall auf Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu verzichten. Umgekehrt solle auch ein gleitendes früheres Ausscheiden aus dem Job ermöglicht werden.

Reimann wies aber darauf hin, dass bei einer Teilrente ab 60 finanzielle Abschläge fällig würden: „Klar ist, dass die Lösung für die Rentenkassen keine neue Belastung verursachen darf.“ Gemeinsam mit dem Ministerium prüfe man derzeit, wie die Einbußen für die Ruheständler kompensiert werden könnten: „Denkbar wäre etwa, dass Beschäftigte in jüngeren Jahren Arbeitszeit ansparen und dann einsetzen. Oder man könnte Betriebsrenten oder freiwillige Beiträge dafür verwenden.“ Reimann kündigte an, dass die Arbeitsgruppe der großen Koalition im Herbst konkrete Vorschläge für flexiblere Rentenübergänge präsentieren werde. „Zum Jahresende wäre dann klar, was im Gesetzgebungsverfahren umgesetzt werden soll.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • „Denkbar wäre etwa, dass Beschäftigte in jüngeren Jahren Arbeitszeit ansparen und dann einsetzen."
    Wer soll das glauben? Das ist ein Kredit an den Staat mit langer Laufzeit. Der Staat bezahlt aber Kredite nie zurück. Persönlich kenne ich niemanden der so blöd ist.

  • Reform heißt lt. Duden : verbessern-erneuern
    Bei unsren Politikern heißt Reform aber nur Preiserhöhung.
    Usre Politiker sind zu nichts mehr in der Lage

  • Renten und Gesundheitspolitik muss jetzt richtig reformiert werden.
    Dabei müssen alle Einflüsse der Lobbyisten unterbunden werden.
    Wichtig und richtig ist ein System zu bilden, dass für längere Zeit bestehen kann, und verlässlich ist.
    Dabei sollte man auch die Beamten mit einbinden.
    Können denn nicht alle in ein System eingebunden werden.
    Warum braucht man Renten und Pensionskasse.
    Warum braucht man GKV (gesetzliche Krankenversicherung),
    und PKV (private Krankenversicherung).
    In der Krankenversicherung gibt es einen unmöglichen Wirrwar.
    GKV (mit hohen Beiträgen für einige).
    GKV Familienversicherung (Beitragsfreiheit für Angehörige).
    PKV (mit Beihilfen für Beamte).
    PKV (mit unbezahlbaren Beiträgen für viele Rentner und Selbständige).
    Das ganze zielt an dem eigentlichen Zweck vorbei.
    Es muss möglich sein, dass in jungen Jahren alle nach ihren finanziellen Möglichkeiten ins System eingebunden werden, und im Alter wenn die Krankheiten los gehen und die Kosten steigen, eine bezahlbare versicherung besteht.
    Die Renten und Krankenkassen müssen den privaten Finanzspekulanten entzogen werden. Diese Systeme müssen in staatliche Hand, und alle Zweckentfremdungen müssen unter Strafe gestellt werden. Solche Kassen dürfen nicht der Spekulation ausgesetzt werden.

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