Flexi-Rente
Übergang in die Rente wird flexibler gestaltet

Der Bundestag hat den Weg für mehr Zuverdienst-Möglichkeiten im Rentenalter frei gemacht. Das Parlament beschloss am Freitag die sogenannte Flexi-Rente. Das Weiterarbeiten im Rentenalter soll so attraktiver werden.

BerlinÄltere Arbeitnehmer können den Übergang in die Rente künftig flexibler gestalten: Der Bundestag beschloss am Freitag mit den Stimmen der großen Koalition das Gesetz zur Flexi-Rente, das reduziertes Arbeiten vor dem regulären Rentenalter ebenso vorsieht wie eine Erwerbstätigkeit darüber hinaus. Linke und Grüne enthielten sich.

Mit der Neuregelung wird eine neue Teilrente geschaffen. Die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro (14 mal 450 Euro) im Jahr, bis zu der keine Anrechnung auf die Rente erfolgt, soll bestehen bleiben. Die Summe soll aber künftig anders als bisher jährlich verrechnet werden können. Was über dem jährlichen Freibetrag liegt, soll den Koalitionsplänen zufolge zu 40 Prozent mit der Rente verrechnet werden.

Das Weiterarbeiten nach Erreichen des Rentenalters soll dadurch attraktiver werden, dass die von den Arbeitgebern abgeführten Beiträge höhere Rentenansprüche der Beschäftigten bewirken sollen – wenn diese auch Beiträge zahlen. Bislang sind Arbeitnehmer jenseits der Regelaltersgrenze beitragsfrei gestellt. Zudem sollen Arbeitgeber für Rentner fünf Jahre lang keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Das Gesetz soll Mitte 2017 in Kraft treten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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