Flexiblere Arbeitszeiten notwendig
DIW rechnet in zwei Jahren mit hunderttausenden weniger Langzeitarbeitslosen

Eine stärkere Vermittlungstätigkeit der Arbeitsagenturen wird im übernächsten Jahr zu einer deutlichen Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit führen. DIW-Chef Zimmermann erwartet hunderttausende neue Jobs.

HB BERLIN. Vor allem verstärkte Vermittlungsbemühungen könnten dazu führen, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen schon mittelfristig deutlich sinkt. Die Vermittlungsaktivitäten müssen «sich natürlich erst einspielen», sagte Klaus Zimmermann, der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der «Neuen Osnabrücker Zeitung» von Samstag. Er erwarte im nächsten Jahr zwar noch keinen durchgreifenden Erfolg. «Aber 2006 wird es nach unserer Einschätzung sicherlich einige hunderttausend Langzeitarbeitslose weniger geben als heute.»

Mit Blick auf die Tarifauseinandersetzungen bei DaimlerChrysler und Volkswagen sagte Zimmermann, es gehe vor allem darum, «durch flexiblere Arbeitszeiten den Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, auf unterschiedliche Auftragslagen und Konjunkturschwankungen flexibel zu reagieren.» Zimmermann empfahl deshalb die Führung von Arbeitszeitkonten.

Der DIW-Chef stellte aber auch fest, dass in Betrieben Arbeitszeiten, die deutlich höher liegen als derzeit diskutiert werden, längst Praxis sind: «Vollzeitbeschäftigte haben nach unseren Untersuchungen im vergangenen Jahr wöchentlich durchschnittlich 43 Stunden gearbeitet.»

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