Flucht in private Krankenkassen befürchtet
Krankenkassen gegen höhere Beitragsbemessungsgrenze

Überlegungen aus den Koalitionsverhandlungen, die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich anzuheben, stoßen bei den Krankenkassen auf scharfen Widerstand.

pt BERLIN. Dadurch flössen den Kassen Mehreinnahmen von 250 Mill. bis eine Milliarde Euro zu. „Solche Einzelmaßnahmen sind genauso wie Überlegungen, nicht erwerbstätigen Ehefrauen die beitragsfreie Mitversicherung zu streichen, nicht zielführend“, sagte der Chef der Siemens-Betriebskrankenkasse, Hans Unterhuber, dem Handelsblatt. Ein solcher Schritt bringe Entlastung für wenige Jahre, löse aber die Probleme nicht.

Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), sagte, die Pläne würden für viele Versicherte zu Beitragserhöhungen von zehn bis fast 50 Prozent führen. Dies würde nur die Flucht in die private Krankenversicherung verstärken. Anstatt sich konsequent für eine wirksame Ausgabenbegrenzung einzusetzen, werde hier einseitig auf eine Verbesserung der Einnahmen gesetzt. „Dies zeugt von einer politischen Hilflosigkeit ohne Beispiel."

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