Flüchtlinge im Mittelmeer
Fregatte „Hessen“ rettet knapp 300 Migranten aus Seenot

Die Füchtlingsströme im Mittelmeer reißen nicht ab. In elf Rettungsaktionen wurden am Donnerstag 2220 Menschen aus Seenot gerettet. Die deutsche Fregatte „Hessen“ war erneut im Einsatz.
  • 5

BerlinDie deutsche Fregatte „Hessen“, die italienische Küstenwache und andere Schiffe haben im Mittelmeer insgesamt 2220 Migranten aus Seenot gerettet. Die Menschen seien am Donnerstag in elf Rettungsaktionen in Sicherheit gebracht worden, teilte die Küstenwache am Abend mit.

Die deutsche Marine hat fast 300 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet. Die Fregatte „Hessen“ nahm insgesamt 294 Menschen von drei Booten in Seenot an Bord, wie das Verteidigungsministerium in der Nacht zum Freitag mitteilte. Darunter seien 263 Männer, 28 Frauen und drei Kinder. Das Kriegsschiff sei nun auf dem Weg nach Pozzallo auf Sizilien, um die Menschen dort am Freitagvormittag in die Obhut der italienischen Behörden zu geben.

Auch Italiens Marine und die private maltesische Rettungsmission Migrant Offshore Aid Station (MOAS) waren an den Einsätzen beteiligt.

Erst am Freitag vergangener Woche hatte die „Hessen“ rund 250 Menschen gerettet. Sie waren mit einem Holzboot unterwegs gewesen, das 50 Kilometer von der libyschen Küste entfernt zu sinken drohte. Auch das zweite Schiff der Bundesmarine im Mittelmeer, der Versorger „Berlin“, nahm an dem Tag 180 Flüchtlinge aus zwei Schlauchbooten auf.

Die Bundesregierung hatte nach dem EU-Flüchtlingsgipfel im April angeboten, sich mit den zwei Schiffen an der Seenotrettung im Mittelmeer zu beteiligen. Seit dem 5. Mai sind die beiden Schiffe dort im Seenoteinsatz. Die meisten Schleuser bringen Flüchtlinge und illegale Einwanderer derzeit via Libyen nach Europa. In Libyen ist die staatliche Ordnung weitgehend zusammengebrochen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Flüchtlinge im Mittelmeer: Fregatte „Hessen“ rettet knapp 300 Migranten aus Seenot"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ist wenigsten BOKO HARAM in den Booten mit dabei? Die können dann später zusammen mit unseren Salafisten die Fußgängerzonen Schlächter Party feiern .

  • "Rettung aus Seenot"?

    Nein, das ist Unterstützung von organisiertem Verbrechen. Den Grund, der dahinter steht, kann sich jeder, der eins und eins addieren kann, denken. Menschenfreundlichkeit ist es ganz gewiss nicht.

  • Offiziere der deutschen Marine retten meist "Mörder" (Islam = Tötet Andersgläubige). Damit holen wir nur Probleme und schaffen vorsätzlich uns neue und mehr. In Südostasien werden die "Mörder" abgelehnt, da man die eigene Bevölkerung schützen will und muss. Nur Deutsche wollen "Mörder". Bei der angeblichen Rettung fühlen sie sich stark. Warum weigern sich die selben Offiziere die Piraten vor Somalia zu bekämpfen? Warum weigern sich die selben Offiziere gegen den Antiseminismus vor zu gehen unterstützen Ihnen noch und wollen Israel nicht schützen. Beweis: Jeden Tag neue Raketen zur Vernichtung Israels über das Mittelmeer, wo doch unsere "menschenfreundliche" Offiziere hier doch zur Embargowache und Schutz Israels tätig sein sollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%