Flüchtlinge in Deutschland
Bund soll Kosten für Unterkunft komplett bezahlen

Experten fordern ein neues Verteilungssystem für Flüchtlinge in Deutschland. Die Politik müsse stärker berücksichtigen, wie gut Kommunen die Migranten integrieren können. Auch die Frage des Wohnraums sollte eine Rolle spielen.

BerlinDie Kommunen sehen bei der Integration der Flüchtlinge eine milliardenschwere Kostenlawine auf sich zurollen – und ihre Rufe nach Hilfe von Bund und Ländern werden lauter. Der Deutsche Städtetag forderte am Mittwoch nach einer Tagung seiner Spitzengremien in Schwerin vom Bund die volle Übernahme der Kosten der Unterkunft für anerkannte Flüchtlinge, die von Hartz IV leben.

Die Städte appellierten außerdem an die Bundesregierung, alles zu tun, um die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge zu reduzieren und einen neuen Anstieg im Frühjahr zu vermeiden.

Bisher trägt der Bund rund ein Drittel der Kosten der Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern. „Der Deutsche Städtetag rechnet in diesem Bereich im Jahr 2016 mit bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlichen Ausgaben der Kommunen“, sagte die Präsidentin des Deutschen Städtetages, die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU). Die Kommunen könnten diese Zusatzkosten nicht stemmen.

Ein weiterer Kostenblock ist der Wohnungsbau. Die Städte begrüßten die vom Bund angekündigten zusätzlichen 500 Millionen Euro jährlich bis 2019. Lohse betonte jedoch mit Blick auf Ballungsräume: „Bund und Länder bleiben aufgefordert, die Höhe der Mittel dem faktischen Bedarf in den Regionen mit knappem Wohnungsangebot anzunähern.“

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Bund soll Kosten für Unterkunft komplett bezahlen

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Studie zur Verteilung von Flüchtlingen

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