Flüchtlinge in Deutschland
Das Smartphone als Integrationshelfer

Telefonieren, Informieren, Orientieren: Dafür nutzen viele Asylsuchende ein Smartphones auf ihrer Flucht nach Europa. Programmierer bieten nun Apps an, die bei Alltagsproblemen und der Integration in Deutschland helfen.

DüsseldorfEs ist schwierig, sich mehrere tausend Kilometer von seiner Heimat entfernt ein neues Leben aufzubauen. Noch schwieriger ist es, wenn man dabei weder die Kultur noch die Sprache des Landes kennt, in das es einen verschlagen hat. So geht es gerade vielen Flüchtlingen, die in den letzten Monaten nach Deutschland kamen. Den Alltag verbringen viele von ihnen hauptsächlich in den Flüchtlingsunterkünften. Die Sprach- und Kulturbarrieren zwischen ihnen und der Welt da draußen sind hoch.

Findige Programmierer wollen nun Abhilfe schaffen. Denn seit die Flüchtlingskrise die Schlagzeilen beherrscht, fragen sich viele Deutsche, wie sie den Neuankömmlingen helfen können. Spenden, Betten aufstellen oder übersetzen – jeder hilft so, wie er kann. Und wer sich in der digitalen Welt auskennt, der programmiert eben eine App für Smartphones.

Dutzende dieser kleinen Programme gibt es seit Kurzem in den Download-Portalen von Apple und Google: Manche sollen den Flüchtlingen bei der Orientierung in der neuen Heimatstadt helfen. Es gibt aber auch Apps, die ganze Kulturführer oder Sprachprogramme bieten.

Die Programmierer der „Welcome App“ wollen mit nützlichen Informationen für den Alltag helfen: Wo gibt es Lebensmittel zu kaufen? Welche Fahrkarte ist die Richtige? Welche Behörde ist für mich zuständig? Mithilfe von Standortdaten zeigt die Anwendung dem Nutzer etwa den Weg zum nächsten Supermarkt.

Hinter der „Welcome App“ stehen die Dresdener Software-Unternehmen Saxonia Systems und Heinrich & Reuter Solutions. Die Macher sehen ihre App als eine „schnelle Informations- und Orientierungsbasis“, die Informationen zur allgemeinen Integration liefert.

Bisher gibt es die App nur für Dresden, langfristig soll sie aber in ganz Deutschland verfügbar sein. Saxonia und Heinrich & Reuter wollen zeitnah eine sogenannte Sockel-App veröffentlichen, auf deren Basis dann auch andere Städte das Konzept übernehmen können.

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