Flüchtlinge in Deutschland Schon 94 Straftaten gegen Asylunterkünfte in 2016

Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab, die Zahl der Angriffe auf Asylbewerber steigt weiter. Alleine in den ersten sechs Wochen des Jahres wurden bereits 94 Straftaten gegen Unterkünfte verübt.
Im gesamten Jahr 2015 wurden 1027 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert. Quelle: dpa
Flüchtlingsunterkunft in Stuttgart

Im gesamten Jahr 2015 wurden 1027 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert.

(Foto: dpa)

BerlinIn den ersten sechs Wochen des Jahres sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums 94 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt worden. Demnach wurden bis zum 9. Februar zwölf Brandstiftungen, 19 Gewaltdelikte, 38 Sachbeschädigungen, 24 Propagandadelikte sowie ein Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz registriert, wie das Ministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Der übergroße Teil der Übergriffe war rechtsmotiviert.

Im gesamten Jahr 2015 wurden demnach 1027 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert, von denen 918 rechtsmotiviert waren. Bislang wurden zu 271 dieser Delikte laut Ministerium 606 Tatverdächtige ermittelt. Bei 95 der Taten handelte es sich den Angaben zufolge um Brandstiftungen.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

Über die Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke hatte zuerst die „Rheinische Post“ (Samstagsausgabe) berichtet.

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  • afp
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