Flüchtlinge
Online-Portal soll Migranten über Sexualität aufklären

Warum Beckenbodenmuskeln wichtig sind und wie Frauen verhüten können: In 13 Sprachen betreibt eine Bundesbehörde Aufklärung. Das neue Online-Portal „Zanzu“ richtet sich vor allem an Migranten – auch an Analphabeten.

KölnWie wichtig Beckenbodenmuskeln für guten Sex sind, warum man sich trotz einer Beziehung in eine andere Person verliebt oder wer bei sexueller Belästigung helfen kann: Mit Antworten auf solche Fragen richtet sich ein neues Online-Portal vor allem an Flüchtlinge. Aber auch auf Deutsch klärt die Homepage „Zanzu“ über Körper und Sexualität auf – in insgesamt 13 Sprachen, darunter in Arabisch. Und das in Wort und Bild.

„Zanzu“ ist ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der Hintergrund: In vielen Ländern wird Sexualkunde nicht unterrichtet – oder Sex ist gar ein Tabu-Thema. „Vor allem zu uns geflüchtete Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich“, sagt Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium.

Nutzer können sich auch informieren, welche Rechte und Gesetze in Deutschland gelten, wie das Gesundheitssystem funktioniert und wo es Beratungsstellen gibt.

Wer nicht lesen kann, kann sich die Inhalte durch einen Klick vorlesen lassen. Demnächst soll es Informationen auch in Gebärdensprache geben. „Zanzu“ ist seit dem 25. Februar online.

Ein nationales und internationales Beratungsgremium, in dem auch die WHO vertreten war, begleitete das Projekt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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