Flüchtlinge und Zuwanderung
Deutschland überholt sogar die USA

Zu Hunderttausenden fliehen Schutzsuchende nach Deutschland. Der Zustrom könnte dazu führen, dass die Bundesrepublik erstmals die USA als Einwanderungsland Nummer eins unter den westlichen Industrienationen ablöst.
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BerlinAls die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kürzlich ihren neuen Migrationsbericht sowie eine Studie zur Flüchtlingskrise vorstellte, dürften nicht wenige gestaunt haben. 2015 werde bei der Asylmigration ein Rekordjahr -„nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa und die OECD-Staaten.

Dabei war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass insbesondere auf Deutschland einiges zukommen würde. Wenige Wochen vor der OECD-Prognose, am 25. August, hatte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BamF) das Dublin-Verfahren für Syrer ausgesetzt. Es sieht eine Rückführung von Flüchtlingen dorthin vor, wo sie zuerst EU-Boden betraten. Fünf Tage später sprach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits von einer großen nationalen Aufgabe und sagte den Satz, den ihr jetzt viel als großen Fehler anlasten: „Wir schaffen das.“

Ungarn ließ daraufhin viele Flüchtlinge weiterreisen und reichte so das Problem an seine Nachbarn weiter. Anfang September dann befürchtete Merkel bei Tausenden schlecht versorgten Flüchtlingen in Budapest eine Tragödie und entschied mit der Regierung in Wien: Deutschland und Österreich nehmen sie auf. Bei der Ankunft in Deutschland würden die Flüchtlinge sie bejubelt. Doch CSU-Chef Horst Seehofer fühlte sich übergangen und warnte vor Überforderung.

Inzwischen hat sich der Wind bedenklich gedreht. Die anfängliche Willkommens-Euphorie ist der rauen Wirklichkeit gewichen. Es geht fast kein Tag, an dem die Bundesregierung sich nicht wegen ungelöster Fragen bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs in den Haaren liegt. Und auch auf kommunaler Ebene wird immer lauter die Frage gestellt: „Wie sollen wir das bloß alles schaffen?“

Tatsächlich dürfte der große Flüchtlingsandrang die offizielle Prognose von 800.000 Asylbewerbern in diesem Jahr in Deutschland immer stärker ins Wanken bringen. Bisher wurden schon 758.000 Flüchtlinge registriert, wie das Bundesinnenministerium vergangene Woche mitteilte. Wichtigste Herkunftsländer der bisher registrierten 758.000 Flüchtlinge waren Syrien, Albanien, Afghanistan, der Irak und das Kosovo.

Die im August vorgelegte Regierungsprognose von 800.000 Menschen bis Jahresende ist damit kaum noch zu halten. Dies wären mit Abstand so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit Wochen gibt es inoffizielle Schätzungen und Hochrechnungen, dass die Zahl deutlich höher liegen könnte – bei 1,0 bis 1,5 Millionen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hielt aber weiterhin an seiner Vorhersage fest. Die Herausgabe einer neuen Prognose könnte verstanden werden als „zusätzliche Einladung, zu uns zu kommen“, sagte er. „Ein solches Signal möchte ich nicht aussenden.“

Signale braucht es auch nicht, wenn sich irgendwann die normative Kraft des Faktischen durchsetzt, etwa der Umstand, dass Deutschland angesichts des weiter ungebremsten Zustroms an Flüchtlingen in diesem Jahr zum ersten Mal das Einwanderungsland Nummer eins unter den westlichen Industrienationen sein könnte. Zu dieser Einschätzung kommen Experten der Deutschen Bank in einer Analyse. „Die Nettozuwanderung wird aufgrund dieses massiven Flüchtlingszustroms nach Deutschland wahrscheinlich auf den Höchstwert von über eine Million steigen“, schreiben die Analysten. „Damit könnte Deutschland unter den OECD-Ländern die USA als traditionell größtes Einwanderungsland ablösen.“

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  • Wenn ich das Foto sehe, dann sehe ich die alten Bilder von der Hitlerjugend wieder vor Augen. Von der Propaganda verführt, tut die Jugend Dinge, die die Regierung von ihr erwartet. Haben die Kinder keine Eltern, von denen sie über die tagtäglichen Propaganda-Lügen aufgeklärt werden könnten? Welche Eltern sind so gewissenlos, dass sie ihre Kinder freiwillig ins Verderben laufen lassen? Da muss man doch das Jugendamt einschalten.

  • Super auf den Punkt gebracht. Die Mädels auf dem Bild würden auch die FDJ-Uniform aus der DDR wieder anziehen, wenn die FDJ-Merkel das von ihnen verlangen würde.

  • Die USA - welche manchen einfachen Gemütern als das Paradebeispiel einer multikulturellen Gesellschaft gilt - ist gesellschaftlich tief gespalten, wie der derzeitige Präsidentschaftswahlkampf anschaulich zeigt. Im Unterschied zu Deutschland war die USA jedoch niemals von einer Massenimmigration von Zuwanderern mit vorwiegend muslimischen Hintergrund betroffen. Die sich daraus für Deutschland ergebenden Perspektiven sind daher viel negativer als für die USA. Hinzukommt, daß der Arbeitsmarkt in den USA eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten im sog unteren Dienstleistungsbereich bietet, die hierzulande nicht existieren.

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