Flüchtlinge
Weniger Neuankömmlinge, mehr Asylanträge

Nach dem Abriegeln der Balkanroute kommen weniger Flüchtlinge nach Deutschland. Im Februar waren es „nur noch“ gut 61.000 und damit ein Drittel weniger als im Januar. Gleichzeitig werden mehr Asylanträge gestellt.

BerlinIm Februar sind deutlich weniger Flüchtlinge nach Deutschland gekommen als in den Vormonaten. Die Zahl der Neuankömmlinge lag im zweiten Monat des Jahres bei gut 61.000 und damit um ein Drittel niedriger als im Januar, wie das Bundesinnenministerium am Dienstag mitteilte. Die größte Gruppe kam erneut aus Syrien mit 24.612 Flüchtlingen, gefolgt vom Irak mit 12.355 und Afghanistan mit 12.121 Flüchtlingen. Länder wie Mazedonien, die an der sogenannten Balkanroute liegen, hatten in den vergangenen Wochen kaum mehr Flüchtlinge durchgelassen.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Asylanträge. Im Februar stellten rund 67.800 Menschen in Deutschland einen Asylantrag. Dies sei ein Anstieg um etwa 160 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag in Berlin mit. Entschieden worden seien 51.500 Asylanträge.

In den ersten beiden Monaten haben den Angaben zufolge insgesamt 120.642 Personen Asyl beantragt. Trotz rückläufiger Zahlen im Vergleich zum Sommer und Herbst vergangenen Jahres ist dies ein Plus von mehr als 132 Prozent. Hauptherkunftsländer der Antragsteller waren Syrien, der Irak und Afghanistan.

Zudem wurden über die sogenannte Easy-Datenbank im Februar bundesweit 61.428 neue Flüchtlinge registriert, in den beiden ersten Monaten waren es zusammen 153.000. Allerdings können bei der Easy-Zahl Fehl- und Doppelerfassungen nicht ausgeschlossen werden. Außerdem müssen die Personen nicht alle in dem Monat eingereist sein, sondern es handelt sich zum Teil auch um nachgeholte Registrierungen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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