Flüchtlingskrise
Polizeigewerkschaft fordert Entlastung

Damit die Bundespolizei die Grenzen wieder besser kontrollieren kann, sollten die Beamten bei der Flüchtlingshilfe entlastet werden. Das fordert der Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt.

PassauDer Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat eine Entlastung der Bundesbeamten in der Flüchtlingskrise gefordert. „Die Bundespolizisten, die in der Flüchtlingshilfe eingesetzt werden, müssten endlich entlastet und durch anderes Personal ersetzt werden. Dann könnte die Bundespolizei wieder die Grenzen viel besser kontrollieren“, sagte der Polizeigewerkschafter der „Passauer Neuen Presse“ (Montag).

Er stellte sich hinter die Absage des Bundesinnenministeriums im Zusammenhang mit dem bayerischen Wunsch nach eigenen Grenzkontrollen. Der Bund verweise hier zurecht auf seine Zuständigkeit. „Für die Grenzsicherung ist die Bundespolizei zuständig“, sagte Wendt dem Blatt.

Er zeigte jedoch auch Verständnis für die bayerische Position: „Ich kann den bayerischen Innenminister verstehen, wenn er hier kritisiert, dass der Bund seinen Aufgaben nicht nachkommt“.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte vorgeschlagen, die Bundespolizei an den Grenzübergängen zu Österreich mit eigenen Landeskräften zu verstärken. Der Bund habe ein solches Angebot jedoch abgelehnt, sagte Herrmann der „Welt am Sonntag“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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