Berlin/DüsseldorfNach der erneut verschobenen Eröffnung des Hauptstadtflughafens fordern Bundespolitiker harte Konsequenzen. Sowohl der Vize-Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Martin Lindner, als auch der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Anton Hofreiter, halten die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (beide SPD), an der Spitze des Flughafenaufsichtsrates für nicht mehr tragbar. „Der Bund muss schnellstens den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen und der Provinzposse von Wowereit und Platzeck ein Ende bereiten“, sagte Lindner Handelsblatt Online.
Hofreiter sagte der Nachrichtenagentur dapd, Wowereit sei als Aufsichtsratschef überfordert. Bislang seien alle genannten Termine nicht realistisch gewesen. "Insgesamt ist das nur noch eine traurige Geschichte", fügte Hofreiter hinzu.
Zuvor war bekanntgeworden, dass die zwischenzeitlich für 17. März 2013 geplante Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens in Schönefeld nicht zu halten ist. Deshalb soll in einer Aufsichtsratssitzung am Freitag ein neues Datum bestimmt werden, wie Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) dem "Tagesspiegel" bestätigte. Das Gremium werde dann über einen neuen Termin im Oktober 2013 beraten. Ursprünglich war die Sitzung erst für den 14. September geplant.
Gründung der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF). Gesellschafter sind die Länder Berlin und Brandenburg.
Beginn der Planungen für den Flughafen mit dem Projektnamen Berlin Brandenburg International, BBI.
Der Ausbau des Flughafens Schönefeld sowie die Schließung der Flughäfen Tegel und Tempelhof werden beschlossen.
Das Genehmigungsverfahren für den BBI wird mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhängt im Eilverfahren einen weitgehenden Baustopp. Bis zum Urteil sind nur Bauvorbereitungen gestattet.
Das Gericht genehmigt in letzter Instanz den Bau des BBI unter verschärften Lärmschutzauflagen.
Erster Spatenstich für das Flughafen-Terminal.
Nach 85 Jahren schließt der Flughafen Tempelhof.
Das Brandenburger Verkehrsministerium erlässt eine neue Nachtflugregelung: Keine Starts und Landungen von Mitternacht bis 5.00 Uhr, Ausnahme Post- und Regierungsmaschinen, Notfälle. In den Randzeiten davor und danach ist die Zahl begrenzt.
Unter anderem wegen der Pleite einer Planungsfirma wird die Eröffnung von November 2011 auf den 3. Juni 2012 verschoben.
Die Deutsche Flugsicherung legt einen ersten Flugrouten-Vorschlag vor. Tausende Betroffene gehen dagegen auf die Straße. Es gibt neue Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss.
Das Bundesverwaltungsgericht gibt grünes Licht für nächtliche Flüge in den Randzeiten. Der Airport kann ohne weitere Einschränkungen an den Start gehen.
Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung legt die Flugrouten fest und folgt im wesentlichen einem Vorschlag der Fluglärmkommission aus Gemeinde- und Airline-Vertretern.
Vier Wochen vor dem Termin wird wegen Problemen mit der Brandschutzanlage die Eröffnung des Flughafens erneut abgesagt. Später wird Chef-Planer Manfred Körtgen entlassen.
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg spricht den Anwohnern das Recht auf besseren Schallschutz zu.
Der Aufsichtsrat entscheidet, den neuen Starttermin 17. März erneut zu überprüfen und am 16. August darüber zu entscheiden.
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weist die Klage von Anwohnern ab, das Genehmigungsverfahren für den neuen Hauptstadtflughafen neu aufzurollen. Jetzt steht der Eröffnung des Airports zumindest juristisch nichts mehr im Weg.
Sitzung des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft. Der Aufsichtsrat lässt den Eröffnungstermin weiter offen. Damit sind auch die Mehrkosten und deren Finanzierung noch nicht abschließend geklärt. Fest steht, dass Bund und Länder Gelder zuschießen müssen. Beim Schallschutz für Anwohner wird nachgebessert.
Der Aufsichtsrat legt als Eröffnungstermin den 27. Oktober 2013 fest.
Lindner äußerte scharfe Kritik an Platzeck. „Es erweckt kein Vertrauen bei Investoren, wenn ein Aufsichtsrat in einem Interview einen neuen Eröffnungstermin ins Spiel bringt. Diese Art von Krisenmanagement ist hochunprofessionell.“ Da frage man sich schon, was da für eine „Provinztruppe“ am Werke sei.

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Keinen Cent für diesen Pleiteflughafen mit seinen Pleitemanagern. Weder Lärmschutz noch irgendetwas anders wurde bisher geschafft, außer einem Milliardenloch wurde nichts hinterlassen. Davon wird sich Berlin und Brandenburg nach jahrzehnten noch nicht erholt haben! Ich würde Wowereit, Platzeck, Schwarz und Konsorten rausschmeissen, ohne Abfindung!!!

Hiermit stelle ich den Antrag, dass die Bauarbeiten sofort eingestellt werden und der Flughafen verlegt wird: Nach Peenemünde!
Und einige Herrschaften die Steuergelder versemmeln, können von mir aus auf einer "V2" in den Urlaub fliegen.
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