"Focus": 20 Jahre nach Attentat neue Spuren
Generalbundesanwalt ermittelt angeblich gegen Bombenleger

Fast 20 Jahre nach dem Bombenanschlag auf ein Einkaufszentrum der US-Armee in Frankfurt/Main verfolgt Generalbundesanwalt Kay Nehm laut „Focus“ neue Hinweise auf die bislang unbekannten Täter.

HB MÜNCHEN. Wie das Magazin berichtet, sollen Agenten des iranischen Geheimdienstes den in einem Auto versteckten Sprengstoff zur Explosion gebracht haben. Bei dem Anschlag auf das so genannte „PX“-Kaufhaus am 24. November 1985 waren 35 Menschen zum Teil schwer verletzt worden.

Unter Berufung auf die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft berichtet „Focus“, die Bombenleger seien vermutlich Angehörige einer Todesschwadron gewesen, die im Auftrag der Machthaber in Teheran Attentate auf in Europa lebende iranische Dissidenten verübt habe. Zu ihren Opfern zählten offenbar auch zwei Regimegegner, die 1987 in Hamburg und 1992 in Bonn ermordet worden seien.

Zeuge der Bundesanwaltschaft im Fall des Frankfurter Bombenanschlags sei ein früherer iranischer Geheimdienstbeamter, dessen Glaubwürdigkeit bei den Behörden aber umstritten sei, schreibt das Magazin unter Berufung auf Berliner Sicherheitskreise. Ein Sprecher der Karlsruher Bundesanwaltschaft wollte sich in dem Blatt nicht zu den Ermittlungen äußern.

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