Förderung versagt
Pisa: Deutschland erneut nur Mittelmaß

Auch bei der zweiten weltweiten Pisa-Schulstudie landet Deutschland im Vergleich von 31 Industriestaaten nur in der unteren Hälfte der Leistungstabelle.

HB BERLIN. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vom Sonntag konnten sich die deutschen Schüler zwar beim diesjährigen Pisa-Schwerpunkt Mathematik um drei Plätze verbessern und belegen jetzt den 17. Rang. In der Disziplin Lesen und Textverständnis - der Schlüsselkompetenz für das Lernen in Schule und Beruf - kommen sie jedoch nur auf Platz 20.

Zugleich belegt die Pisa-Studie erneut, dass in keinem anderen vergleichbaren Industriestaat der Welt der Schulerfolg so abhängig vom Familieneinkommen und der Vorbildung der Eltern wie in Deutschland ist. Fazit der Pisa-Forscher: Das deutsche Schulsystem versagt bei der Förderung von Kindern aus Arbeiter- und Migrantenfamilien.

Erneut erschreckend hoch ist auch der Anteil so genannter Risikoschüler. Fast jeder Vierte 15-Jährige in Deutschland kann selbst einfachste Texte nicht verstehen und nur auf Grundschulniveau rechnen.

Die Pisa-Veranstalter, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die deutschen Kultusminister, wollen die Ergebnisse am 7. Dezember veröffentlichen.

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