"Fordern und Fördern"
Ein-Euro-Jobs schon ab Oktober 2004

Die so genannten Ein-Euro-Jobs sollen laut der Gewerkschaft Verdi schon ab nächstem Monat Langzeitarbeitslosen angeboten werden. Zwar sei die Annahme der Jobs freiwillig - wer ablehnt, bekomme aber Druck von der Arbeitsagentur.

HB BERLIN. Langzeitarbeitslose sollen schon vom Frühherbst an die so genannten Ein-Euro-Jobs annehmen müssen. Das berichtete die Gewerkschaftszeitung «Verdi Publik» am Samstag in Berlin. Etwa 50.000 Empfänger von Arbeitslosenhilfe sollen demnach bereits ab Oktober zu gemeinnütziger Arbeit in Kommunen, Kirchen oder bei Wohlfahrtsverbänden herangezogen werden.

Zwar sei die Annahme der Jobs noch freiwillig. Lehne ein Arbeitsloser allerdings den ihm angebotenen Job ab, müsse er mit Druckmitteln rechnen, hieß es unter Berufung auf eine interne Verwaltungsvorschrift der Bundesagentur für Arbeit. Dazu zähle auch das Angebot von Trainingsmaßnahmen, bei denen die «Arbeitswilligkeit» der Langzeitarbeitslosen geprüft werden solle.

Ein BA-Sprecher bestätigte der Gewerkschaft zufolge entsprechende Pläne. Diese seien ganz im Sinne des von der Bundesregierung ausgegebenen Mottos der Arbeitsmarktreformen «Fordern und Fördern».

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