Forderung bekräftigt
Ifo-Chef: Löhne im Osten müssen sinken

Niedrigere Löhne in Ostdeutschland sind laut Ifo-Chef Hans-Werner Sinn der Schlüssel zu mehr Beschäftigung. „Es führt kein Weg daran vorbei, die Löhne zu senken oder zumindest den Anstieg zu verlangsamen“, sagte Sinn dem Magazin „Focus-Money“ nach einem Vorabbericht aus der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

HB BERLIN. Niedrige Löhne seien der einzige Standortvorteil der neuen Länder. Um den sozialen Abstieg der Bevölkerung zu verhindern, solle der Staat Lohnzuschüsse an Geringverdiener zahlen, die aus den bisherigen Sozialtransfers finanziert werden könnten.

Zudem sprach sich der Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) dem Magazin zufolge bei Genehmigungsverfahren und Verwaltungsabläufen für eine Sonderwirtschaftszone Ost aus. „Hier brauchen die neuen Länder mehr Autonomie, um für ihre Verhältnisse ausreichende Lösungen zu finden.“ Die Schaffung einer Sonderwirtschaftszone Ostdeutschland war in der Debatte in den vergangenen Monaten überwiegend auf Kritik gestoßen. Niedrigere Unternehmenssteuern für den Osten lehnte Sinn dagegen ab, da sie zur Verlagerung von Firmensitzen aus Steuergründen führen würden, aber kaum zu Neugründungen.

Sinn hatte zuletzt bekräftigt, dass in Deutschland vor allem die Löhne für gering Qualifizierte sinken müssten. Nur so könnten die Verlagerung von Industrie-Arbeitsplätzen ins Ausland verlangsamt und mehr Stellen in anderen Bereichen geschaffen werden.

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