Forderung des BDI
Bund erwägt Prämie für Forscher

Die Bundesregierung erwägt, noch in dieser Legislaturperiode eine Forschungprämie einzuführen. Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) bei der Präsentation des Sechs-Mrd.-Euro-Programms für Forschung und Entwicklung (F+E).

HB BERLIN. Die Idee der Forschungsprämie besagt, dass Hochschulen und Forschungsinstitute, die Aufträge aus Unternehmen hereinholen, als „Belohnung“ einen bestimmten Prozentsatz des Auftragswertes vom Staat dazu bekommen. Mit der Einführung einer solchen Prämie würde die Koalition eine Forderung des Bundesverbandes der Industrie erfüllen. Er erhofft sich davon eine engere Kooperation von Forschung und Unternehmen.

Das Sechs-Mrd.-Programm fast alle zusätzlichen F+E-Ausgaben zusammen, die der Bund bis 2009 tätigen will. Die Hauptsäule wird die Förderung ausgewählter Spitzentechnologien sein. Bis Ende 2006 soll etwa ein neues Forschungsprogramm für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) stehen, das vor allem die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft steigern soll. Im Durchschnitt der OECD-Länder erbringen IuK-Technologien rund zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Weiterer Schwerpunkt der Förderung, die vor allem das Bundeswirtschafts- und das Forschungsministerium umsetzen, werden die Biotechnologie, die Nanotechnologie sowie die Raumfahrt sein.

In Kürze will Schavan mit Umweltminister Sigmund Gabriel besprechen, welche Felder in der Energieforschung gefördert werden. Hier sollen die Mittel bis 2009 um 30 Prozent auf insgesamt zwei Mrd. Euro steigen. Dabei soll auch die Erforschung der Kernenergie wieder gefördert werden – „auch wenn ich zum Ausstiegsbeschluss stehe“, sagte Schavan. Daneben steht die Entwicklung von konventionellen Kraftwerken „mit dem Ziel Nullemission“. Zusammen mit der Industrie ist ein Programm zur Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie geplant.

In der Gesundheitsforschung steht der Einsatz von High-tech-Verfahren, etwa der Magnetresonanztherapie, im Zentrum. Daneben soll die klinische Forschung gestärkt werden – vor allem bei Volkskrankheiten wie Demenz.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%